Drei Wochen vor Debüt beim Frankfurt-Marathon: Sören Kah verteidigt seinen Titel in München
Leichtathletik - Der letzte Härtetest auf dem langen Weg zum Marathon-Debüt in Frankfurt ist gemeistert, in München hat Sören Kah von der LG Lahn-Aar-Esterau wie im Vorjahr auf der 21,1 Kilometer langen Halbdistanz gewonnen und dabei erneut den Streckenrekord verbessert.
Nach 1:07:05 Stunden blieb im Münchener Olympiastadion die Uhr für den 29-Jährigen stehen, der zweitplatzierte Norweger Trond Arne Rugland hatte auf den letzten 300 Metern des Rennens durch die Isarmetropole dem Zielsprint des Athleten aus Birlenbach-Fachingen nichts mehr entgegenzusetzen. "Meine Ziele waren, das Rennen ein zweites Mal zu gewinnen und dabei meinen Rekord aus dem vergangenen Jahr zu verbessern", sagt Kah. "Beides ist mir gelungen, daher kann ich auch zufrieden sein mit dem Rennen."
Zur persönlichen Bestzeit hat es für den Fachinger nicht gereicht, was in erster Linie dem gemäßigten Tempo auf den ersten zehn Kilometern geschuldet war. "Ich habe mich auf der ersten Hälfte zurückgehalten, bin abwartend gelaufen", blickt der 29-Jährige zurück. "Nach einer schnellen Startphase hat sich eine Sechsergruppe gefunden, in der jeder seine Führungsarbeit gemacht hat. Das war in Ordnung."
Danach machte Kah dann ernst. Er zog das Tempo an - und nur sein norwegischer Schatten konnte ihm folgen. "Er hat sich nicht abhängen lassen. Der Vorteil war, dass wir uns Kilometer für Kilometer an der Spitze abwechseln konnten", sagt der Top-Langstreckler aus dem Rheinland, der drei Wochen vor seinem Debüt beim Frankfurt-Marathon seine taktische Reife unter Beweis gestellt hat. "Sören kommt von der 800-Meter-Distanz, auf seine Spurtstärke ist immer Verlass", lobt Trainer Lutz Preußner.
Nach dem Rennen wartete übrigens ein Prominenter der deutschen Laufszene auf Sören Kah - und das nicht nur, um über den Halbmarathon von München zu sprechen, sondern auch, um nach Frankfurt und dem Traum von der Olympia-Qualifikation zu fragen. Manfred Steffny, Journalist und Olympionike 1968 in Mexiko und 1972 in Deutschland, ist aufmerksam geworden auf den 29-Jährigen. In drei Wochen könnten es noch einige Experten mehr werden, denen Sören Kah dann ein Begriff ist. Der letzte Härtetest macht jedenfalls Mut für Frankfurt.
Von unserem Redakteur Marco Rosbach










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