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DM in Kassel: Mocki siegt, Kah spurtet auf Platz sieben

Leichtathletik - Es war kalt und regnerisch, optimale Bedingungen stellt sich ein Leichtathlet ganz gewiss anders vor. Michelle Jax, Johannes Nickel und Sören Kah werden die deutschen Meisterschaften in Kassel trotzdem in allerbester Erinnerung behalten. Das Auestadion voll, die Zuschauer begeistert bei der Sache - die Stimmung war nicht nur gut, sondern hat das Trio aus dem Rhein-Lahn-Kreis auch beflügelt. Bester Laune ist auch Sabrina Mockenhaupt aus dem Nordhessischen ins Siegerland zurückgekehrt. Die Top-Athletin der LG Sieg sicherte sich in 15:36,98 Minuten wie erwartet den Titel über 5000 Meter, ihren fünften in Serie.

Nach Platz sieben im Cross sowie sechsten Plätzen im Halbmarathon und über 10 000 Meter wieder mühelos unter den Top Ten einer DM: Sören Kah von der LG Lahn-Aar-Esterau lief in Kassel ein famoses Rennen und wurde Siebter.
Wolfgang Birkenstock

Die beste Platzierung für das Rhein-Lahn-Trio war beim vierten DM-Start anno 2011 einmal mehr Sören Kah von der LG Lahn-Aar-Esterau vorbehalten. Über 5000 Meter blieb der 29-Jährige in Bestzeit (14:12,71 Minuten) zwar knapp über der im Vorfeld angepeilten Marke (14:10), durfte sich aber über Rang sieben freuen. Damit stehen in diesem Jahr auf nationaler Ebene zwei sechste und zwei siebte Plätze für den Ausdauersportler aus Birlenbach-Fachingen zu Buche. "Das ist der Wahnsinn, ein ganz tolles Erlebnis", sagte Kah, der es genoss, vor 15 000 Zuschauern zu zeigen, was er in der Form seines Lebens drauf hat. Dabei hat dem 29-Jährigen der Verlauf des Rennens in die Karten gespielt. Das Tempo war lange verhalten, die Spitze in Reichweite. "Erst nach 3000 Metern haben sich die ersten Sechs abgesetzt", so Kah. Eine kleine Lücke entstand, "doch dahinter hatte ich die Möglichkeit, mein Tempo zu laufen".

In der letzten Runde zog der Fachinger an, ließ den späteren Achten Simon Stützel aus Wattenscheid förmlich stehen. Der Abstand nach vorne blieb im Rahmen: Arne Gabius (Tübingen) siegte in 13:58,87 Minuten, Kahs Rückstand auf den Bronzeplatz betrug lediglich etwas mehr als neun Sekunden. Kah: "Besser hätte es für mich kaum sein können."

Hoch zu bewerten ist auch der zehnte Platz von Michelle Jax (TV Bad Ems) über 3000 Meter Hindernis. Das große Ziel der 19-Jährigen war, bei ihrer DM-Premiere im Frauenfeld nicht Letzte zu werden. Das hat sie geschafft - und wie. Gleich drei Konkurrentinnen ließ Jax hinter sich, da konnte sie es auch gut verkraften, dass sie in 11:03,45 Minuten ihren Kreisrekord um eine Sekunde verpasst hat. "Es war ein taktisches Rennen bei ganz schwierigen Bedingungen, deshalb sind alle zum Teil deutlich über ihren Bestzeiten geblieben", sagte Jax und fügte überglücklich hinzu: "Ich hätte nie gedacht, dass es so gut für mich laufen würde." Von der tollen Stimmung getragen, hielt die 19-Jährige lange Kontakt zur führenden Gruppe. "Damit konnte man nicht unbedingt rechnen, aber die Stimmung hat mich einfach getragen." Auch als die Besten im Feld - allen voran die überlegene Siegerin Jana Sussmann (LG Nordheide) - weit enteilt waren, blieb Jax ganz ruhig. Sie behielt die Konkurrenz im Auge und setzte am letzten Wassergraben im Kampf um den Top-Ten-Platz zur entscheidenden Attacke an. Sarah Cornelsen aus Tübingen blieb in Reichweite, "sie hatte aber keine Chance mehr, an mir vorbeizuziehen", so Jax.

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