1700 Teilnehmer! Tolles Starterfeld beim Hachenburger Löwenlauf - Sebastian Leins wiederholt Marathon-Sieg
Leichtathletik - Kaiserwetter machte den insgesamt rund 1700 Läuferinnen und Läufern beim 25. Hachenburger Löwenlauf schnelle Beine. Es herrschten nahezu ideale Witterungsbedingungen - wolkenloser Himmel, ideale Temperaturen und eine leichte Brise. Eine vorbildliche Organisation leisteten die veranstaltende DJK Marienstatt, Zeiterfasser Martin Stinner mit seinem Team und die befreundeten Vereine und Organisationen, die die Jubiläumsveranstaltung in und um Hachenburg unterstützten.
Auch die Teilnehmerzahlen, von denen andere Veranstalter nur träumen können, beeindruckten. Und nicht zuletzt die soziale Komponente: Der Erlös der Veranstaltung fließt wie seit 1989 üblich Hilfsprojekten in Indien zu. Zwei Kinderheime und eine Dorfambulanz werden unterstützt. Insgesamt wurden bisher zwei Kinderheime und eine Dorfambulanz auf dem indischen Subkontinent mit über 110 000 Euro unterstützt. Allein im letzten Jahr konnten über 7000 Euro überwiesen werden. Profitiert hat die Veranstaltung auch davon, dass sie bei drei Lauf- oder Multisportserien integriert ist: Beim Ausdauer-Cup stand das vorletzte Rennen an, und beim Sparkassen Fitness-Cup und dem Wäller Lauf-Cup konnten im finalen Lauf Punkte gesammelt werden.
Bei 8 Grad wurden bereits vormittags die Marathonis auf die 42,195 Kilometer lange Reise geschickt. Der Zieleinlauf auf den Medaillenrängen war bei den Männern identisch mit dem aus dem Vorjahr. Der Altenkirchener Sebastian Leins (Kölner Triathlon-Team 01) siegte in überlegener Manier. Der Eiserner Andreas Senner (TuS Deuz) wurde Zweiter, und Bronze holte sich wieder Lars Breuer von der LG Brechen.
Der Start erfolgte wie bei allen anderen Distanzen an der Rundsporthalle. Eingangs ging es acht Kilometer bergauf. Nach zwei Kilometern verschärfte Leins das Tempo. "Ich wollte der Konkurrenz schon früh den Schneid abkaufen", beschrieb er seine Taktik. Fortan lief er alleine durch den herbstlich bunten Westerwald. Nach 13 Kilometern in 510 Meter Höhe war mit dem "Großen Weißenstein" der erste Höhepunkt erreicht. Dann folgten vier abfallende Kilometer und eine sieben Kilometer relativ ebene Schleife um die Westerwälder Seenplatte. Nach einer erneuten Steigung zum Gräbersberg ging’s dann auf den letzten Kilometern fast nur noch bergab.
Aber gerade die letzten zwölf Kilometer fielen dem späteren Sieger sehr schwer. Eine Verletzung am Knie machte sich wieder bemerkbar, und eine erst kürzlich überstandene Erkältung hatte ihn doch erheblich geschwächt. Leins konnte zwar sein Vorhaben, eine persönliche Bestzeit zu laufen, nicht realisieren, kam aber trotzdem mit großem Vorsprung als Erster nach 2:49:22 Stunden im Ziel an. Andreas Senner, der einige Stunden später seinen Junggesellenabschied feiern wollte, denn im November wird geheiratet, war sieben Minuten schneller als im Vorjahr. Nach 2:52:07 Stunden passierte er die Ziellinie. Im letzten Jahr hatte er Lars Breuer nach 37 Kilometern abschütteln können, diesmal benötigte er 38 Kilometer. Der Brechener Elektrotechniker verlor auf den letzten vier Kilometern eine halbe Minute und war nach 2:52:38 Stunden im Ziel auf dem "Alten Markt".











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