Die sieben Landesligisten aus dem Kreis plagendie gleichen Probleme
Landesliga Nahe - Krankheiten, Klausuren, Kälte, Plätze - die Probleme, mit denen die Trainer der Fußball-Landesligisten im Kreis in den vergangenen Wochen zu kämpfen hatten, waren vielfältig. Vor allem aber klagte nahezu jeder Übungsleiter über die gleichen Defizite.
"Unter diesen Voraussetzungen war unsere Vorbereitung nicht optimal. Aber ich habe mit einigen anderen Trainern gesprochen. Keinem ist es besser ergangen als uns", sagt Jonas Erbach, der Spielertrainer der SG Guldental.
Erbach musste sich häufig auf die Suche nach einem Trainingsgelände machen - Improvisation war da gefragt. "Ein Trainer im Amateurbereich muss vor allem eines sein: flexibel", weiß auch Kollege Oliver Dries vom FC Merxheim. Beide Klubs eint die Abstiegsgefahr. Doch damit sind sie nicht alleine, auch die SG Meisenheim/Desloch/Jeckenbach und der TSV Langenlonsheim/Laubenheim spüren den Atem des Abstiegsgespenstes. "Das Problem nach einer solchen Vorbereitung ist, dass wir nicht so recht wissen, wo wir stehen, wenn es wieder losgeht", sagt TSV-Coach Lulzim Krasniqi.
Der Kader der Langenlonsheimer ist unverändert geblieben, bei der SG hat sich dagegen einiges getan. Vor allem die Verpflichtung von Christopher Keller tut dem Team gut. "Er ist ein Glücksgriff", sagt SG-Coach Dieter Müller. Keller bringt sich sehr stark ein, will - obwohl selbst noch kein alter Hase - die jungen Spieler führen. Mit den Darbietungen seiner Mannschaft zeigte sich Müller denn auch zufrieden: "Die jungen Spieler haben das umgesetzt, was wir vorgegeben haben. Ich hoffe, sie kriegen das auch über 90 Minuten hin, wenn es um Punkte geht." Mit zwei Heimspielen gegen Mitkonkurrenten müssen die Meisenheimer auf den Punkt hellwach sein.
Die Merxheimer standen vor einem Jahr im Vorderfeld und legten dann eine schwache Rückrunde hin. Dries hofft, diese Tendenz nun umdrehen zu können. "Wir wollen schnell punkten, damit wir frühzeitig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben", gibt der FCV-Trainer als Losung aus. Das wollen auch die Lokalrivalen vom VfR Kirn. Sie stehen derzeit im Niemandsland der Tabelle, haben sechs Punkte Vorsprung auf die Merxheimer und damit auf den ersten Abstiegsrang.
In höheren Gefilden tummeln sich Aufsteiger FSV Bretzenheim als starker Dritter und die SG Hüffelsheim/Niederhausen als Zweiter. Kurios: Die SG hat bereits neun Punkte Vorsprung auf die Bretzenheimer, aber auch 13 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter SG Rieschweiler. Den Bus für die Fahrt zu den Aufstiegsspielen können die Hüffelsheimer eigentlich schon buchen. Doch Trainer Dimitri Mayer warnt: "Oberkirn hatte in der Vorsaison auch einen großen Vorsprung, und am Ende wurde es noch einmal eng. Meine Jungs haben trotz des Abstands zu Rang drei hohe Ansprüche an sich selbst. Denen wollen sie gerecht werden."










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