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Treis-Karden verliert bei Aufsteiger Hanau vor 1044 Zuschauern

Basketball-Regionalliga - Dass der TG Hanau der Meistertitel in der 1. Regionalliga Südwest nicht mehr zu nehmen sein würde, wussten die Basketballer des TuS Treis-Karden so gut wie alle anderen in der Klasse. Aber so ein klein wenig Spielverderber wären sie dann doch gerne gewesen. Doch dazu kam es nicht. Der TuS verlor bei der TG vor 1044 feierbereiten Zuschauern mit 70:78. Zur Pause hatten die Moselaner noch 38:37 geführt, mussten aber am Ende den Hanauern zum zweiten Mal in dieser Saison zum Sieg gratulieren. Und nicht nur das, wie TuS-Coach Emir Colan sagt: "Ich gratuliere meinem Freund Hans Beth zur Meisterschaft und wünsche ihm alles Gute in der Pro B. Hanau hat sich das verdient. Sie haben den Aufstieg gewollt, haben viel investiert und das hat sich ausgezahlt."

Aber Colan hat auch genügend Lob für sein Team aus Hessen mit nach Treis-Karden gebracht: "Die Mannschaft hat sich klasse verkauft und das Spiel lange eng und offen gehalten. Am Ende entscheiden Kleinigkeiten solche Partien und da hat Hanau Vorteile." Eine dieser Kleinigkeiten ist: "Die TG hat einfach die breitere Bank. Man merkt gerade in den Top-Spielen, dass wir da nicht mithalten können." Auf der Treis-Kardener Bank fehlte zudem noch Marcel Kastor, der wegen Rückenproblemen nicht mitfahren konnte. Anders als rund 100 Schlachtenbummler, die entweder im Teambus mitfuhren oder sich mit Autos Richtung Main-Kinzig-Halle bewegten. "Da müssen wir uns mal bedanken, unsere Fans haben ja manchmal mehr Radau gemacht als die Hanauer Zuschauer."

Während der Partie hatten diese lange um Sieg und Party zittern müssen, vor allem, weil Joe Roberson, so Hans Beth, "uns immer wieder wehgetan hat". Roberson brachte Treis-Karden in den zweiten 20 Minuten immer wieder heran und war am Ende mit 20 Punkten bester Werfer der Partie. Auf Hanauer Seite galt das für Chris Miles, der 18 Punkte machte. Bei der TG punkteten insgesamt fünf Spieler zweistellig, bei Treis-Karden waren es neben Roberson noch Harley Fuller, Christopher Nitzsche und Dominique Tholey. "Wir haben es Hanau schwer gemacht. Für die Jungs war es eine wichtige Erfahrung und sie hatten richtig Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen", sagte Colan, "sie haben alles gegeben." Das hat der neue Meister natürlich auch, jetzt geht es darum, wer den Platz hinter Hanau belegt - und da ist der TuS noch gut im Rennen.

Treis-Karden: Fuller (13), Neeb, Keifenheim, Kaurisch (3), Roberson (20), Nitzsche (12), Tholey (16), Bröhl, Adams (6).

Nächste Aufgabe für Treis-Karden: am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Stuttgart. mb

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