Hunsrück-Seriensieger Diehl im Interview: Ich weiß in Emmelshausen sehr schnell Bescheid
Leichtathletik - Bei Marco Diehl muss es schnell gehen. Beim Marathon sowieso, beim Interview ab und an auch. Der 42-jährige Vermögensberater aus dem hessischen Butzbach findet aber zwischen zwei Meetings Zeit, über den Hunsrück-Marathon zu reden. Denn der ist ihm ans Herz gewachsen und den will er am Sonntag zum siebten Mal hintereinander gewinnen, wie er im Interview erklärt. Es wird sein 103. Marathon sein, rund 80 davon lief er unter 2:40 Stunden.
Herr Diehl, Hunsrück-Marathon-Organisator Ottmar Berg sagt, Sie seinen immer der Erste, der sich anmeldet. Sechsmal hintereinander waren Sie auch der Erste, der im Ziel ankam. Folgt am Sonntag der siebte Streich?
Das kommt darauf an. Die letzten sechsmal hat es geklappt. Es gibt immer Überraschungen. Wer am Ende startet, weiß man immer erst sonntags um 9 Uhr an der Startlinie in Emmelshausen. Meistens sieht man aber sehr schnell, ob Konkurrenz dabei ist. Der Hunsrück-Marathon ist mein neunter in diesem Jahr, fünfmal hat mich ein Lokalmatador geschlagen.
Dieses Szenario droht Ihnen beim Hunsrück-Marathon nicht. Aber wünschen Sie sich nicht etwas mehr Konkurrenz anstatt allein vorneweg zu laufen?
Am liebsten hätte ich einen, der bis Kilometer 25 mitläuft und dann abreißen lassen muss... Aber ich bin es auch gewohnt, allein zu laufen.
Welche Zeit rechnen Sie sich aus?
Auf jeden Fall wird es keine Zeit wie im letzten Jahr (2:28:58 Stunden, die Red.). Ich bin erst vor drei Wochen den Marathon in Rostock gelaufen, war danach zwei Wochen auf einer Kreuzfahrt. Da habe ich zwar jeden Tag trainiert, aber im Vorjahr habe ich mich fünf Wochen intensiv auf den Hunsrück-Marathon vorbereitet. Eine "2:35" wäre okay. Es kommt aber auch auf das Wetter - und natürlich den Wind an.
Ist der Hunsrück-Marathon für Sie mittlerweile eine Herzenssache geworden? Viel Preisgeld können Sie ja nicht einsacken.
Ich habe ja sechsmal hintereinander gewonnen und da will man die Serie schon fortsetzen. Aber mit 42 Jahren sehe ich das ein bisschen relaxter. Ich muss nicht mehr immer Erster sein, immer die Bestzeit laufen. Der Hunsrück-Marathon hat ein tolles Organisationsteam und ich fühle mich wohl, fahre sehr gerne hin. Mittlerweile bin ich auch irgendwie wichtig für die Veranstaltung geworden.
Das Gespräch führte Mirko Bernd










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