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Favre: "Wo und gegen wen wir spielen, ist egal"

Mainz - Letzter sind sie immer noch. Doch seit diesem 5:1-Erfolg am Sonntag gegen den 1. FC Köln sind beim Tabellenletzten der Bundesliga Hoffnung und Mut gewachsen, dass noch etwas geht im Abstiegskampf. Bis auf zwei Punkte hat sich Borussia Mönchengladbach an den den Vorletzten FC St. Pauli und den Drittletzten VfL Wolfsburg (beide 28 Zähler) herangearbeitet.

Der 18-jährige Marc-André ter Stegen wird auch am Bruchweg das Gladbacher Tor hüten. Abwehrchef Dante (links) ist auch dabei. Foto: dpa
dpa

Die Mannschaft von Lucien Favre, der das Bundesliga-Schlusslicht nach der 1:3-Niederlage in St. Pauli am 22. Spieltag von Michael Frontzeck übernommen hatte, ist längst nicht mehr derart abgeschlagen, wie in weiten Teilen dieser Spielzeit. Seit dem zehnten Spieltag (0:3 in Kaiserslautern) stehen die Gladbacher ganz hinten in der Tabelle.

"Wir haben die ganze Zeit daran geglaubt", erklärte der Trainer aus der Schweiz nach dem Befreiungsschlag im rheinischen Derby auf der Homepage des Klubs. "Ich habe immer gesagt, dass es möglich ist, den Abstieg zu vermeiden. Es ist schwierig, aber es ist möglich. Daran hat sich nichts geändert." Vier Punkte sind es bis zum rettenden 15. Tabellenrang. Auch das ist für die Gladbacher machbar, wenngleich die Verantwortlichen als erstes Ziel das Erreichen des Relegationsplatzes im Auge haben. Doch das Restprogramm des mehrfachen Deutschen Meisters vergangener Zeiten hat es in sich. Die Partie am Freitagabend am Bruchweg beim FSV Mainz 05 ist eines von drei Auswärtsspielen. Die Gladbacher müssen dazu noch bei Hannover 96 und dem Hamburger SV antreten. Im Borussiapark erwartet Favre und dessen Profis die Begegnungen mit Spitzenreiter Borussia Dortmund und dem SC Freiburg. "Wo und gegen wen wir spielen, ist egal, wir müssen punkten", sagt Favre. Der Gladbacher Coach hat seiner Mannschaft vorgerechnet, was nötig sein wird, um noch zwei Gegner hinter sich lassen zu können.

"Drei Siege brauchen wir auf jeden Fall noch aus den letzten fünf Spielen. Und dann müssen wir hoffen, dass es reicht, um mindestens Platz 16 zu erreichen", betonte der 53-Jährige. "Aus der Vergangenheit wissen wir, dass es gerade an den letzten Spieltagen verrückte Ergebnisse geben kann. In den letzten sieben Spielen haben wir zehn Punkte geholt und im Schnitt nur ein Gegentor bekommen. Wenn wir so weitermachen, werden wir auch weiter punkten."

Dass die Partie in Mainz für seine Mannschaft bereits eine Art Endspielcharakter besitze, davon will der Schweizer nichts hören. "Seit ich hier bin, sagt man mir jeden Tag, dass wir das nächste Spiel gewinnen müssen, sonst sei alles vorbei. Ich halte nichts davon, jede Woche von einem Endspiel zu sprechen."

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