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11. Hunsrück-Marathon: Berg freut sich trotz einiger Probleme auf rund 2000 Sportler

Leichtathletik - Ottmar Berg vom Hunsrück-Marathon-Verein hat sich mit Leib und Seele den 42,195 Kilometern zwischen Emmelshausen und Simmern verschrieben. Zum elften Mal organisiert der Laubacher mit seinen Vereinskollegen und vielen ehrenamtlichen Helfern die Veranstaltung, die am Samstag und Sonntag zu großen Teilen auf dem Schinderhannes-Radweg über die Bühne gehen wird (siehe auch Artikel auf dieser Seite). Spaß hat es Berg immer gemacht. Meistens mehr, manchmal weniger. Meist hat das Resultat die Probleme rund um den Hunsrück-Marathon aufgewogen.

Um die Stahlkonstruktion mit dem Hunsrück-Marathon-Banner am Start auf der Emmelshausener Rhein-Mosel-Straße gab es Ärger, es musste später als gewohnt aufgestellt werden, da sich ein Anwohner beschwerte. Dennoch werden die Marathonläufer am Sonntag um 9 Uhr dort auf die Strecke gehen. Foto: Verena Schmidt
Verena Schmidt

"Wenn am Sonntag alles geklappt hat und rund gelaufen ist, überwiegt schon das gute Gefühl", sagt Berg. Aber im Vorfeld gibt es den einen oder anderen Brocken aus dem Weg zu räumen - und das fällt Berg und Co. immer schwerer. "Uns wird immer mehr abverlangt. Irgendwann stumpft man da ab und fragt sich, ob es die ganze Arbeit wert ist", stöhnt der Macher. Strenge Auflagen gibt es rund um die Veranstaltung, für Berg teilweise zu strenge. "Mehr Schilder, Streckenposten fast an jedem Feldweg, hier was, da was - das können wir fast nicht mehr umsetzen." Die Finanzen piesacken zusätzlich. "Wir haben unwesentlich mehr Geld als am Anfang zur Verfügung, aber die Veranstaltung wird immer umfangreicher. Da wir das Niveau aber halten wollen, gehen wir jetzt wahrscheinlich an unser Erspartes dran. Uns fehlen so 12 000 bis 13 000 Euro an Sponsorengeldern. Wir sind froh, wenn wir das hinkriegen", sagt Berg, der bekanntlich keiner ist, der irgendwo zu Kreuze kriecht: "Die Kommunen haben ja auch kein Geld übrig, aber bei manchen Veranstaltungen werden viele Miese gemacht und bei uns hängt das manchmal an 1000 Euro. Aber gut, ich gehe nicht betteln."

Weiteres Beispiel: In Emmelshausen, wo auf der Rhein-Mosel-Straße gestartet wird, beschwerte sich ein Anwohner über die Startkonstruktion inklusive Banner. "Das war ein Zauber ohne Ende. Früher haben wir es vier Wochen vorher aufbauen dürfen, jetzt erst 14 Tage vorher. Aber wir haben auch Zeitpläne, die Helfer machen das auch alle ehrenamtlich. Das macht bald keinen Spaß mehr." Dazu kommt, dass der eine oder andere aus dem engsten Organisatoren-Kreis demnächst wohl ausscheiden wird. "Das sind Leistungsträger, wie man so schön sagt. Wenn die nicht ersetzt werden, dann wird es schwer", weiß Berg.

Der weiß aber auch, dass es wieder rund 2000 Sportler sein werden, die gerne von überall her in den Hunsrück kommen. Oder schon dort wohnen und am Marathon vor Ort teilnehmen wollen. Allein für die Kinderläufe am Samstag in Simmern gibt es 300 Voranmeldungen. Der Großteil der Erwachsenen wird wieder über die Halbmarathondistanz starten, hier hat Berg einen Wunsch: "Ich würde Christian Rötsch mal den Sieg gönnen." Der Sevenicher, der die Volksläufe im Kreis dominiert, findet aber immer in irgendjemand seinen Meister. Im Vorjahr war es der Mainzer Christian Klapruth, der 16 Sekunden vor Rötsch ins Ziel kam. Klapruth steht auch heuer in der Meldeliste, Rötsch wird es dennoch erneut versuchen. Der Halbmarathon der Frauen war 2010 eine Zwillingsgeschichte gebürtiger Dommershausenerinnen: Rieke Wald siegte vor Inka Wald, beide haben noch nicht gemeldet, hier ist der Ausgang völlig offen.

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