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Schütz läuft bei Jugend-DM auf Rang vier

Leichtathletik - Im Schulsport verletzt, im regulären Training gestürzt. Und das in der Woche vor den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften. Das nennt man eine wenig gelungene Vorbereitung. Trotzdem war Robert Schütz als Vierter der U 20 über 1500 Meter nicht nur der erfolgreichste Starter der LG Kreis Ahrweiler in Sindelfingen, sondern auch des Rheinlandes überhaupt. Schon nach dem Vorlauf freute er sich, zeigte den erhobenen Daumen, hatte ein gutes Gefühl, das sich später im Finale bestätigen sollte.

Da ist die Freude groß: Robert Schütz kommt bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen bei der U 20 über 1500 Meter als Vierter ins Ziel - und das nach einer wenig verheißungsvollen Vorbereitung. Foto: Wolfgang Birkenstock
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Für seine Vereinskollegin Tabea Schenke war hingegen bereits im Vorlauf über 1500 Meter Schluss. Die Ahrweilerin wurde in ihrem Rennen Neunte, für die siebeneinhalb Hallenrunden benötigte sie 4:55,00 Minuten. Bei ihrem Sieg Mitte Januar bei den Rheinland-Pfalz-Hallenmeisterschaften war sie gut vier Sekunden schneller. Aber auch diese Leistung hätte bei den nationalen Titelkämpfen nicht zum Erreichen des Finales gereicht, dazu war eine Zeit von etwa 4:43 Minuten nötig.

Auch Julien Jeandrée erwischte im Glaspalast von Sindelfingen nicht seinen besten Tag. Über 3000 Meter wurde er in 9:02,30 Minuten 15. der U 20. "Vor drei Wochen war ich noch gut drauf. Eine Erkältung hat mich rausgehauen", kommentierte er sein Abschneiden nach dem Rennen. Und ergänzte: "Im Sommer läuft es besser."

Der Sieger über 3000 Meter war der gleiche wie der über 1500 Meter: Der gebürtige Äthiopier Homiyu Tesfave Heyi von der LG Eintracht Frankfurt spielte innerhalb von eineinhalb Stunden auf beiden Distanzen mit der Konkurrenz. Hinter dem Titelträger entwickelte sich über 1500 Meter ein taktische geprägtes Rennen, bei dem Robert Schütz fleißig mitmischte, ohne aber eine Taktik zu haben.

Der LG-Mittelstreckler hielt sich lange am Ende der Konkurrenz. Drei Runden vor Schluss zog er nach vorn an die Spitze des Verfolgerfeldes. "Ich weiß nicht, warum", erklärte er im Ziel. Ganz falsch war es nicht, wenn man sich des Resultat ansieht, auch wenn sich beim Gegenkonter zwei Läufer absetzen konnten, die dann die verbliebenen Medaillen unter sich ausmachten. Für Schütz ging es auf den letzten 400 Metern nur noch darum, vorne dranzubleiben. Das gelang. Als Vierter überquerte er nach 4:01,53 Minuten jubelnd die Ziellinie. Für Bronze hätte er noch eineinhalb Sekunden schneller sein müssen.

Doch das spielt für ihn keine Rolle. "Ich bin total zufrieden", sagte Schütz. "Ich hätte nach der letzten Woche nicht mit so einem Ergebnis gerechnet." Wolfgang Birkenstock

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