Spitzenspiel! Für Emmelshausen ist in Mendig alles möglich
Bezirksliga Mitte - Das letzte Spiel des Jahres ist für den TSV Emmelshausen das wichtigste in 2011: Der Tabellendritte der Fußball-Bezirksliga gastiert am Sonntag (15.30 Uhr) beim Spitzenreiter SG Eintracht Mendig. Alles ist drin für den TSV: Eine dreimonatige Tabellenführung bis zum Neustart am 10. März ist genauso möglich wie der Absturz auf Rang fünf mit fünf Zählern Rückstand auf Mendig.
"Fünf Punkte nach dem Winter aufzuholen, das wäre nicht einfach", sagt Emmelshausens Coach Marco Pfeffer. "Aber ich beschäftige mich nicht mit einer Niederlage. Unser Ziel ist ein Punkt, das wäre eine gute Basis für die restlichen Spiele." Doch Mendig ist top drauf und hat nach der Rückkehr von Trainer Wolfgang Müller alle Spiele gewonnen - neun in der Liga, zwei im Pokal. Müller löste den erfolglosen Ex-Profi Thomas Remark Ende September ab und führte Mendig innerhalb von zwei Monaten von Rang acht auf Platz eins. "Müller und Mendig - das passt wohl einfach", sagt Pfeffer, den die Mendiger Siegesserie beeindruckt hat: "Sie haben ihre Aufgaben mit Bravour gelöst. Aber jetzt kommt das erste richtige Kaliber."
Damit ist Pfeffers TSV gemeint, der auf seinen besten Vorlagengeber verzichten muss: Linksaußen Marcel Christ hatte sich beim 1:1 gegen Mülheim II kurz vor Schluss gezerrt. "Die Chancen stehen 1:99, dass er spielt", hat Pfeffer den 19-Jährigen fast schon abgeschrieben. Für Christ rückt entweder Jochen Volk oder Markus Boos ins Team. Im Angriff hat Pfeffer mit Yannick Bach wieder eine wertvolle Alternative mehr. Auch die Schienbeinverletzung von Linksverteidiger Sascha Hachenthal, der gegen Mülheim II nach fünf Minuten schon raus musste, hat sich nicht als schlimm erwiesen. Die linke Seite muss nur zum Teil neu besetzt werden, die rechte Seite verändert sich nicht. Der gerade 19 Jahre alt gewordene Jonas Bersch verteidigt rechts hinten, davor spielt wieder der 18-jährige Tobias Lenz. Die Jungspunde sollen die Kreise des Mendiger Kapitäns Sebastian Mintgen stören, der über links angreift und unter Coach Müller wieder richtig aufblüht. "Mintgens größte Qualität ist, dass er jede Chance nutzt", sagt Pfeffer, der aber in Bersch und Lenz vollstes Vertrauen setzt.
Wie seine Jungs am besten zur Sache gehen sollten, das hat Pfeffer am Mittwoch beim Spiel Karbach gegen Mehring gesehen: "Das war ein super Zweikampfverhalten von beiden Teams, das ging bis zur Grenze des Erlaubten. Das ist Anschauungsunterricht für meine Mannschaft gewesen. Das ist noch der Unterschied zu uns, aber ich mache meiner Elf da keinen Vorwurf. Bei uns ist ja fast keiner älter als 21 Jahre. Wir sind ja auch nicht verdammt dazu, Meister zu werden." Wie groß Emmelshausens Titelchancen tatsächlich sind, entscheidet sich auch am Sonntag beim Spitzenspiel in Mendig. bon











Diesen Artikel versenden