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Rheinböllen verliert gegen schlechte Ahrweilerer 0:2

Bezirksliga Mitte - Gegen eine völlig emotionslos agierende SG Ahrweiler-Bad Neuenahr schaffte es der TuS Rheinböllen in der Fußball-Bezirksliga Mitte trotzdem eine Bauchlandung hinzulegen. In dem so wichtigen letzten Spiel im Jahr 2011 verpasste der TuS mit einer 0:2 (0:1)-Heimniederlage den Anschluss an das untere Tabellendrittel. Trotz rund 70 Prozent Ballbesitz reichte es noch nicht einmal zum Remis.

Ballbesitz hatten Rheinböllen und Stefan Abraham (rechts) gegen Ahrweiler um Kapitän Thorsten Alt zur Genüge, aber sie trafen das Tor nicht und patzten einmal mehr in der Defensive. So kamen die Gäste relativ locker zu einem 2:0-Sieg beim TuS, für den es mit zwölf Punkten aus 18 Spielen nicht nur von der Tageszeit her am Samstag recht düster wurde. Foto: B&P Schmitt
B&P Schmitt

"Das war unsere schlechteste Saisonleistung und trotzdem ein Sieg. Mund abputzen und weiter", beschrieb Ahrweilers Spielertrainer Julian Hilberath die Partie. Zu viel mehr Sätzen wäre auch keine Zeit gewesen, um keine Erkältung des Spielertrainers im nasskalten Rheinböllen zu riskieren. Mit drei Torchancen in 90 Minuten und zwei daraus resultierenden Treffern ist dem auch nichts hinzuzufügen.

Auf Rheinböller Seite war die Ausgangssituation eine völlig andere wie für die im Mittelfeld platzierten Gäste: Ein Sieg für den Tabellenvorletzten war Pflicht. Bei einer Niederlage würde der Klassenerhalt in weite Ferne rücken. Es wurde genau das und so ist schon ein kleines Fußballwunder nach der Winterpause nötig, um die Rheinböllener zu retten.

Bereits nach 17 Minuten kam der erste mittelschwere Schock für den TuS. Julian Hilberath staubte aus kurzer Distanz zum 0:1 ab. Zuvor hatte Christian Hofrath an der Mittellinie den Ball vertändelt und ermöglichte Lukas Groß eine Flanke, die TuS-Keeper Sebastian Butz nur abklatschen konnte. Den Rest besorgte Ahrweilers Spielertrainer dann.

In der Folgezeit fuhr Rheinböllen wütende Angriffe auf das Ahrweiler Tor. Die Spielanteile lagen auf Rheinböller Seite. Der Höhepunkt erfolgte in der 51. Minute. Sven Pauer wurde im Strafraum gefoult. "In meinen Augen ein klarer Elfmeter", drückte sich TuS-Trainer Peter Ritter vorsichtig aus.

Zu diesem Zeitpunkt hätte ein 1:1-Ausgleich dem Spiel eine Wende gegeben. Aber es lag nicht am Referee, dass Rheinböllen an diesem Abend nicht in der Lage war, den notwendigen Dreier einzufahren. Die Leistungen im Angriff waren einfach zu schwach, um die notwendigen Treffer zu erzielen. Lediglich ein Abseitstor von Tim Flesch in der 67. Minute sprang bei allen Bemühungen heraus.

Es kam noch schlimmer: In der 76. Minute verwandelte Ahrweilers Sebastian Sonntag einen Freistoß zum 0:2, vorbei an einer völlig indisponierten Abwehrmauer. "Das tut insgesamt schon weh. Wenn dann auch noch eine Mauer verkehrt steht…", lässt Ritter weiter blicken: "Der Gegner hat gezeigt, was uns fehlt. Sie haben zweimal auf das Tor geschossen und zweimal getroffen." Rheinböllen dagegen traf nicht ein einziges Mal und ist damit ein heißer Abstiegskandidat. Mit 12 Punkten aus 18 Spielen überwintern die Hunsrücker auf den vorletzten Tabellenplatz. Nur noch die SG Eich weist eine schlechtere Bilanz als Ritters Mannschaft auf.

Von unserem Mitarbeiter

Robert Mattern

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