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Oberwinter verstärkt sich und muss noch warten

Fußball-Bezirksliga - Fußball-Bezirksligist TuS Oberwinter darf sich auf eine echte Verstärkung freuen - muss darauf aber noch bis zum 3. April darauf warten: Philipp Liesenfeld.

Philipp Liesenfeld (Mitte) wechselt vom Zweiten Emmelshausen zum Bezirksliga-Primus Oberwinter. Foto: V. Schmidt
Verena Schmidt

Der Spielmacher hat am 2. Oktober sein letztes Spiel für den Ligarivalen TSV Emmelshausen gemacht und den Klub danach verlassen, weil er nach Bonn gezogen ist. Jetzt hat der 25-Jährige einen neuen Verein gefunden - und das ist ausgerechnet Tabellenführer TuS Oberwinter, Emmelshausens ärgster Konkurrent um den Aufstieg. Und zum Auftakt am 11. März treffen beide Klubs auch noch aufeinander.

Aus diesem Grund verweigert der TSV Liesenfeld die Freigabe für einen Wechsel, er wird damit ab seinem letzten Spiel für sechs Monate gesperrt. "Wir geben doch nicht einen unserer stärksten Spieler für einen Hauptkonkurrenten frei", sagt der Emmelshausener Sportliche Leiter Karl Hartmann. Trainer Marco Pfeffer schlägt in die gleiche Kerbe: "Philipp mus bis zum 2. April gesperrt werden. Man stelle sich vor, er wird gegen uns zum Matchwinner oder danach in den schweren Spielen für Oberwinter gegen Metternich und Mülheim II."

Philipp Liesenfeld hat sich mit dieser besonderen Situation noch "gar nicht beschäftigt", wie er sagt: "Aber eines kann ich versichern: Ich würde alleine schon aus Respekt vor dem TSV nicht in diesem Spiel mitspielen. Ich kann verstehen, dass es für den TSV keine leichte Situation ist. Aber ich will Emmelshausen nicht die Meisterschaft versauen, sondern einfach in meinen neuem Umfeld Fußball spielen." Damit muss er nun eben bis zum 3. April warten. TuS-Trainer Tomas Lopez freut sich jedenfalls schon: "Ein hervorragender Fußballer, der auch menschlich zu uns passt."

Zudem kann Lopez künftig wieder dauerhaft auf Andreas Schwiperich bauen. Der hatte sich zur Sommerpause eine beruflich bedingte Auszeit genommen, zuletzt aber schon angesichts personeller Engpässe ausgeholfen. Nun will er mit Trainingsbeginn am 30. Januar wieder regelmäßig dabei sein. Gegangen sind derweil die Brüder David und Jörn Kreuzberg, die es zum Landesligisten SV Wachtberg zog. Geblieben ist dafür ein anderer: Manuel Malacho. Der ehemalige Verteidiger hatte eigentlich sein Amt als Abteilungsleiter beim TuS zum Jahresende aufgeben wollen. Zuspruch aus Mannschaft und Umfeld haben ihn nun aber dazu bewogen, weiterhin im Amt zu bleiben. bon, map

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