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Mendig/Bell freut sich schon auf die Rolle des Jägers

Bezirksliga Mitte - Der zweite Advent sollte ein Feiertag für den Fußball-Bezirksligisten SG Eintracht Mendig/Bell werden. Doch anstatt einen Konkurrenten im Titelrennen vorzeitig abzuschütteln, büßten die Vulkanstädter beim 2:3 (1:2) gegen den TSV Emmelshausen vor der Rekordkulisse von 400 Zuschauern an der Brauerstraße die Spitzenposition am letzten Spieltag des Jahres noch ein.

Andreas Walz

Doch Mendigs Coach Wolfgang Müller wäre nicht derart erfolgreich, wenn er nicht gleich nach vorn schauen würde: "Jetzt freuen wir uns auf die Rolle des Jägers." Und die Eintracht wird gewiss bissig sein. Gleich viermal trafen die Mendiger gestern ins Tor, zweimal davon aber ins eigene. Den Auftakt machte aber Emmelshausens Yannick Bach nach zwölf Minuten - 0:1. "Wir konnten uns nicht so recht in Position bringen, waren der Aufgabe nicht derart gewachsen, wie ich es erhofft hatte", sagte Müller.

Dessen Mannschaft schlug aber noch zurück. Pascal Krämer wuchtete den Ball nach einem Flankenlauf von Thomas Nürnberg aus 16 Metern volley zum 1:1 ins Tor (43.). Die Stimmung kochte über. Erst recht, nachdem Nürnberg Sekunden später an der Latte scheiterte. War es die Schlüsselszene des Spiels? Denn im Gegenzug beförderte Edgar Bembere nach einem Freistoß den Ball beim Rettungsversuch klassisch ins eigene Tor (45.). Und es kam noch schlimmer. Gerade erst hatte Schiedsrichter Jörg Langenhuysen zur zweiten Hälfte angepfiffen, da fälschte Magomed Ibragimov eine Hereingabe von der Torauslinie unhaltbar ins eigene Netz ab (46.). 1:3 - es war einer jener Tage, an denen alles schiefläuft.

Zwar sorgte Michael Szafraniec noch für das 2:3 (78.), zu mehr aber reichte es nicht. "Der Glücklichere hat gewonnen. Der Glücklichere war aber nicht der Bessere", resümierte Müller. dag

SG Eintracht Mendig/Bell: J. Heinemann, Geisen, Kossmann, Bembere, Krämer, Kreft, Ibragimov, Mintgen, Nürnberg, Müller (46. Bianco), Szafraniec.

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