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Zidan bringt Mainz 05 in Führung, doch am Ende heißt es 1:1

Durch ein Tor von Mohamed Zidan ist der FSV Mainz 05 gegen Schalke 04 in Führung gegangen. Doch die Freude bei den Mainz-Anhängern sollte nicht bis zum Spielschluss anhalten.

Vor 60.557 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Arena brachte Rückkehrer Mohamed Zidan die mutig mitspielenden Gäste in der 15. Spielminute sogar in Front und feierte ein tolles Saison-Debüt bei seinem Ex-Club.

Mit dem ersten Treffer im dritten Spiel für Schalke rettete Leihgabe Chinedu Obasi (59.) den "Königsblauen" zumindest noch einen Zähler. Allerdings wurde die Einstellung des Clubrekordes von sechs Siegen in Serie knapp verpasst.

Eugen Polanski in der Spielmacherrolle

Stevens stellte seine Mannschaft nach dem 4:1 in Köln leicht um, weil Innenverteidiger Benedikt Höwedes nach seinem gegen Stuttgart erlittenen Jochbeinbruch erstmals mit einer Spezialmaske auflaufen konnte. Auch Raúl und Christian Fuchs meldeten sich rechtzeitig wieder fit. Bei den Rheinhessen zerschlugen sich die Hoffnungen auf eine Rückkehr von Andreas Ivanschitz, so dass Eugen Polanski in die Spielmacherrolle schlüpfte und Winterzugang Zidan in die Spitze neben Eric Maxim Choupo-Moting rückte.

Und der von Dortmund gekommene Ägypter feierte einen traumhaften Einstand: Nach einer weiten Flanke von Radoslav Zabavnik nahm Zidan den Ball volley und versenkte ihn im kurzen Eck zur überraschenden Führung des Außenseiters. Sofort lief der Stürmer, der zuletzt am 12. Mai 2007 für Mainz getroffen hatte, in die Kurve und ließ sich von den mitgereisten Anhängern feiern.

In Gedanken bei Rudi Assauer

Am Schalker Spiel konnten sich die Fans, die auf Plakaten dem an Alzheimer erkrankten Ex-Manager Rudi Assauer Mut machten, bei trotz geschlossenen Daches frostigen Temperaturen dagegen nicht erwärmen. Vor allem im Spielaufbau haperte es. So drohte der dicht gestaffelten 05-Abwehr bis zur Pause keinerlei Gefahr, auch weil Raul und Co. zahlreiche Fehlpässe produzierten und jegliche Zielstrebigkeit vermissen ließen. Auch aus den vielen Standardsituationen - eigentlich eine Schalker Stärke - konnte das Stevens-Team kein Kapital schlagen.

Mit dem lange verletzten Jefferson Farfán und José Manuel Jurado für Ciprian Marica und Julian Draxler wollten Stevens in der zweiten Hälfte mehr Druck nach vorn entfachen. Doch die erste Chancen hatten erneut die Gäste. Und hätte Zidan (50.) mit einem Freistoß nicht knapp das Tor von Lars Unnerstall verfehlt, wäre Schalkes zweite Heimniederlage gegen Mainz wohl besiegelt gewesen. So wurde es noch einmal spannend, als Obasi der Ausgleich gelang.

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