Transferlist: Heidel will Stürmer platzieren
Mainz - Nichts war dem Manager des FSV Mainz 05 zu entlocken. Auch nicht am Sonntag. Auch nicht nach diesem erlösenden 3:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg. Christian Heidel ließ die Rollläden unten.
Kommt nun bis zum Ende der Wintertransferperiode am morgigen Dienstag noch ein neuer Stürmer - oder doch nicht? Alles offen. Heidel vermittelte in den Katakomben der Coface Arena gutgelaunt den Eindruck: So hundertprozentig weiß er es selbst noch nicht, aber die Zeichen stehen möglicherweise nicht ganz schlecht, dass etwas klappen könnte.
Bis Dienstag, 12 Uhr, werde Mainz 05 auf der Transferliste einen Stürmer platziert haben, verriet Heidel. Das ist eine notwendige Formalie. Aber erst um 18 Uhr müsste der unterschriebene Vertrag bei der DFL eingereicht sein. In diesen verbleibenden sechs Stunden wird sich der Deal wohl erst endgültig entscheiden. Der 05-Manager liebt diese Last-minute-Geschäfte. Weil es ganz am Ende nichts mehr zu verhandeln gibt. Dann heißt es nur noch: Ja oder Nein - und zwar zu diesen Konditionen, andere gibt es nicht mehr!?
Der 3:1-Erfolg gegen den SC Freiburg habe mit dieser Entscheidung nichts zu tun. Auch die beiden Stürmertore von Maxim Choupo-Moting und die erneut gute Leistung des ein Jahr verletzten Rückkehrers Adam Szalai hätten keinen Einfluss darauf, ob ein neuer Angreifer nun nötig ist in diesem Winter oder nicht. "Thomas Tuchel und ich sind uns hundertprozentig einig", sagte Heidel. "Wir wollen das jetzt machen. Und das klappt bis Dienstag - oder es klappt eben nicht."
Dass es sich dabei um Mohamed Zidan drehen könnte, auf diese Diskussion ließ sich Heidel nicht draufheben. "Die Geschichte ist entstanden, weil Zidan einmal auf dem Trainingsplatz gelacht hat." Daraus sei dem Dortmunder Dribbler angedichtet worden, er wolle wieder nach Mainz. Wir wagen die Prognose: Zidan ist ein Kandidat, vielleicht gibt es noch eine Alternative; aber eher nicht, denn Heidel setzt meistens mit aller Kraft auf eine, auf die Masterlösung.
Der "Freiburg-Sieg" hat den Manager erleichtert. Die paar Pfiffe, weil dem frühen 3:0 nicht weitere Treffer folgten, wollte Heidel nicht überbewerten. "Hurra, die Waldfee, das wäre sicher nicht der richtige Ansatz gewesen heute." Die Mannschaft habe die "ab dem 3:0 etwas merkwürdige" Partie sicher zu Ende gebracht. Schon vor dem Anpfiff, noch in der Kabine, so Heidel, habe er bei den Spielern eine besondere Konzentration und Anspannung ausgemacht. rr








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