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Fathi kommt zurück – ohne Gebühr

Die kostenlose Ausleihe hat zwar zur Folge, dass Spartak für die Mainzer Kaufoption im kommenden Sommer eine höhere Summe fordern wird als für den Fall, dass schon jetzt Geld gen Moskau flösse; der Betrag dürfte zwischen 1,5 und 1,7 Millionen Euro liegen. „Aber mit diesem Thema können wir uns nächstes Jahr befassen. Zunächst einmal war mir wichtig, dass uns in diesem Jahr keine weiteren Kosten entstehen.“

Finden wieder zusammen: Mainz und Malik Fathi.
dpa

Am Samstag in Wolfsburg hatte Heidel noch betont, abgesehen von der saftigen Ablöseforderung könne sich ein Klub wie Mainz 05 auch Fathis Gehalt nicht leisten. Doch auch hier scheint es eine für alle Seiten zufriedenstellende Einigung gegeben zu haben. „Ich kann von unserer Warte aus nur sagen, dass Malik überhaupt nicht aus dem bei uns üblichen Gehaltsrahmen fällt. Dafür hat Malik gewaltige Abstriche in Kauf genommen“, hob Heidel hervor. Ob Spartak einen Teil von Fathis bisherigem Gehalt weiterzahle, dazu könne er nichts sagen – „das ist auch nicht unsere Sache“.

Befürchtungen, der Mainzer Kader sei inzwischen so groß, dass es zu Unzufriedenheit und Spannungen innerhalb der Mannschaft kommen könne, teilt Heidel nicht. „Wir sind jetzt in einer Position, in der wir auf alles reagieren können. Wenn ein Spieler ausfällt, ist immer ein anderer hintendran.“ Dass Spieler, die nicht zum Einsatz kommen, mit dieser Situation nicht glücklich seien, sei normal. „Aber wir haben eine sehr charakterstarke Mannschaft“, sagt der 05-Manager. „Es wird keinen Stress geben. Den hat es auch vorige Saison nicht gegeben, obwohl uns das fast jeder prophezeit hatte.“

Fathis Verpflichtung sei nicht etwa erfolgt, weil man den aus Bochum gekommenen Linksverteidiger Christian Fuchs als nicht defensivstark genug einschätze. Die Gründe seien andere:

Zum einen das Ziel des Vereins, über die Saison hinaus zu blicken. „Ich plane mit dem Kader, den wir jetzt zusammenhaben, für zwei Jahre“, sagt Heidel. „Die Mannschaft hat nicht nur die Qualität, als Erstligist ins neue Stadion einzuziehen, sondern auch in der übernächsten Saison erstklassig zu spielen.“

Zum zweiten die Persönlichkeit des 26-Jährigen. „Malik ist nicht nur ein klasse Fußballer, er ist auch ein klasse Typ“, sagt Heidel. Bei der Kaderplanung gehe es immer auch darum, eine Gruppe zusammenzustellen, die miteinander harmoniere. „Was für Außenstehende wahrscheinlich nicht erkennbar war: Malik hatte innerhalb der Mannschaft einen riesengroßen Stellenwert“, erzählt Heidel. „Wenn es darum geht, den richtigen Mix zu finden, ist er ein ganz wichtiger Mann.“

Peter H. Eisenhuth

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