Zidan und Mainz 05 - Chronologie der Rückholaktion
Mainz - Was viele 05-Fans gehofft und einige wenige Zweifler befürchtet hatten, steht seit Dienstagabend fest: Mohamed Zidan kehrt nach viereinhalb Jahren an den Bruchweg zurück. Der Stürmer verlässt den Deutschen Meister Borussia Dortmund und wird, zum dritten Mal nach 2005/06 und 2006/07, für den FSV Mainz 05 spielen.
Für Mainzer Verhältnisse fiel die Entscheidung über diesen spektakulären Wechsel erstaunlich früh. Nicht selten hat Manager Christian Heidel in der Vergangenheit in vergleichbaren Fällen die Transferzeit bis zur letzten Minute ausgenutzt - nun hingegen verkündete der Verein die Verpflichtung bereits gegen 17.20 Uhr, rund 40 Minuten bevor sich das Transferfenster für diesen Winter schloss.
"Um 17.01 Uhr war alles klar", sagte Heidel. Daraus dürfe man jedoch keinesfalls schließen, der Wechsel sei reibungslos über die Bühne gegangen. "Ich mache das jetzt im 20. Jahr, und ich habe geglaubt, ich hätte schon alles erlebt. Ich habe mich getäuscht." Die Chronologie der Rückholaktion (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
4. Januar: Christian Heidel und Trainer Thomas Tuchel treffen sich einen Tag vor dem Abflug des BVB ins spanische Trainingslager mit Mohamed Zidan. "Ein sehr gutes Gespräch", sagt Heidel.
13. Januar: Die 05er bestreiten ihr Testspiel bei Kickers Offenbach, der Manager hingegen trifft sich in Düsseldorf mit Zidan und dessen Berater. "Seit diesem Tag waren wir mit Zidan klar." Klar war Heidel allerdings auch, dass Borussia Dortmund den Stürmer nur abgeben würde, wenn Lucas Barrios bliebe. Und den wollte der BVB eigentlich verkaufen...
Ganz auf Zidan-Karte gesetzt
"Danach haben wir uns überlegt, ob wir zweigleisig fahren, oder ganz auf die Zidan-Karte setzen sollen", erzählt der 05-Manager. Die Mainzer entschieden sich für die zweite Variante. "Wir haben inzwischen ein nicht so kleines Netzwerk und konnten dadurch ganz gut verfolgen, was sich in England tat, oder wer sonst noch Interesse an Barrios haben könnte." Sollten sich der FC Fulham und der BVB über einen Transfer einigen, dann, so die damalige Haltung der 05-Verantwortlichen, "würden wir mit dem bestehenden Kader in die restlichen Spiele gehen".
Eine Alternative zu Zidan sei nicht infrage gekommen. "Wir wollte einen Spieler, den wir kennen und der sich nicht eingewöhnen muss. Davon gibt es in Deutschland nur vier Spieler, und die anderen drei können wir nicht bezahlen."
30. Januar: Am Vorabend des letzten Transfertages sind der 05-Manager und sein Dortmunder Kollege Michael Zorc sich im Prinzip einig. Die Details der Vereinbarung wollen sie am nächsten Morgen besprechen. Es kommt anders.









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