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13 Schalker Ecken ohne Wirkung gegen die neue 05-Raumdeckung

Gelsenkirchen - Sehr gelassen reagierte Thomas Tuchel auf Fragen zu Mohamed Zidan. Er habe erwartet, dass der Winterzugang sehr schnell Leistung würde abrufen können, erklärte der Cheftrainer des FSV Mainz 05 nach dem 1:1 in Schalke. "Mo hat ja von Anfang an erzählt, dass er sich freut, wieder nach Hause gekommen zu sein", sagte Tuchel. "Er kennt den Verein, die Stadt, das Umfeld, den Trainingsplatz, die Leute sind ihm wohlgesinnt. Das war die Grundlage für diesen Transfer, Zidan musste sich nicht groß eingewöhnen bei uns."

Behauptete sich auch gegen Farfan: 05-Linksverteidiger Radoslav Zabavnik (rechts).
Eva Willwacher

Die Chance zum Führungstor habe der neue Stürmer technisch sehr gut genutzt. Natürlich habe man auch gemerkt, dass Zidan lange nicht mehr über 90 Minuten auf dem Feld war. "Da gibt es noch Steigerungspotenzial, und das weiß Mo auch", erläuterte Tuchel. "Dass er sofort vor der eigenen Fankurve war, dass er getroffen hat, dass das Tor der Mannschaft einen Punkt gebracht hat, das wird ihn und uns noch schneller voranbringen."

Eine ganz große Überraschung war der Vorlagengeber zu Zidans "Homecominggoal": Radoslav Zabavnik. Nein, erklärte Tuchel, diese Entwicklung, diese Selbstverständlichkeit in der konsequenten Abwehrarbeit habe er dem auch im Training überzeugenden Tschechen nicht mehr zugetraut. Obwohl Stammverteidiger Malik Fathi wieder fit war, durfte erneut Zabavnik die linke Seite bearbeiten. Der eisenharte Zweikämpfer hielt Außenbahnsprinter Obasi clever in Schach, ohne überflüssige Foulaktionen (das hatte seine gute Leistung beim Heimspiel gegen den SC Freiburg getrübt).

Eugen Polanski war die dritte Entdeckung

Und dann lieferte Zabavnik, dem in der Winterpause niemand am Bruchweg einen Klubwechsel ausgeredet hätte, auch noch diese überragende Torvorlage. Der gelernte Rechtsverteidiger nahm die Kugel mit seinem schwächeren Fuß an, zog kurz auf und chippte die Kugel dann gefühlvoll über den weit nach innen gerückten Schalker Linksverteidiger Christian Fuchs hinweg exakt in den Lauf von Zidan. Der musste "nur" noch seinen Goldfuß hinhalten beim Abschluss ins kurze Eck.

Die dritte Entdeckung neben Zidan und Zabavnik war Eugen Polanski als Spielmacher. "Wir wollten heute einen Zehner haben, der wie ein Sechser denkt", erklärte Tuchel. "Das hat Pola sehr gut gemacht." Auch wenn die fallende Kurve in der Ballbesitzqualität vor dem polnischen Nationalspieler nicht "Halt gemacht" habe.

Die vierte Entdeckung war die neue Variante in der Verteidigung gegnerischer Standards. Nach drei Eckengegentoren in zwei Spielen hat die Trainercrew reagiert. In Schalke operierten die 05-Profis bei gegnerischen Ecken und seitlichen Freistößen in der Raumdeckung, also ohne direkte Zuordnungen. 13:2 Ecken produzierten die Gastgeber, daraus resultierte nur eine einzige Torchance. "Wir wollten gegen einen auf diesem Gebiet schwierigen Gegner heute den Umkehrprozess einleiten", betonte der 05-Coach. "Zu null gegen Standards, das war sehr stark."

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