Werbekampagne Nürburgring: Autor Berndorf stinksauer
Von unserem Redakteur Dietmar Brück
Rheinland-Pfalz - Eine breit angelegte Werbekampagne der Automotive GmbH am Nürburgring sorgt für Wirbel. Im Zentrum steht Bestseller-Autor Jacques Berndorf alias Michael Preute. Doch dem fiel fast die Kaffeetasse aus der Hand, als er besagte Anzeige zum ersten Mal sah. „Das ist eine Schweinerei. Ich bin stinksauer.“
Denn mit dem prominenten Eifelkrimi-Pionier hat kein Mensch im Vorfeld gesprochen. Dafür prangt sein Konterfei auf zahlreichen Anzeigen, in denen Berndorf seinen inzwischen 180 000 mal verkauften Topseller „Die Nürburg-Papiere“ präsentiert. Das Foto hat die verantwortliche Werbeagentur mit der Überschrift „Wir freuen uns, wenn wir die Fantasie anregen“ übertitelt.
Nur ist es so, dass Berndorf die Geschäftspraktiken an der Rennstrecke in seinem Buch heftig kritisiert. Sein Fazit: „Das alles ist eine maßlose Geldverschwendung, von der die Bürger vor Ort gar nichts haben.“ Der Krimiautor geht auf Konfrontationskurs zur Automotive GmbH. „Die Preise für die Nordschleife kann doch keine Familie mehr bezahlen.“
Und ausgerechnet für dieses Unternehmen soll der Kultschriftsteller nun werben? „Mich fragen Leute, ob ich mich von denen bezahlen lasse. Das ist ein scheußlicher Gedanke für mich.“
Stefanie Hohn, Sprecherin der Automotive GmbH, verteidigt die Kampagne. „Das Ganze war mit einem Augenzwinkern gemeint.“ Und sie räumt ein: „Es stimmt, wir haben nicht mit Herrn Berndorf gesprochen.“ Der hat das „Augenzwinkern“ als „Schlag in die Magengrube“ empfunden. Wenigstens das: Die Anzeige wird kein weiteres Mal geschaltet.




















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