Trierer soll 17-Jährige verschleppt haben
Trier - Die Staatsanwaltschaft Trier ermittelt gegen einen 32 Jahre alten Deutschen aus dem Kreis Trier-Saarburg. Vorgeworfen werden ihm unter anderem Freiheitsberaubung, Bedrohung und der Besitz kinderpornographischer Schriften.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen der Kriminalinspektion Trier hatte der Beschuldigte Ende September in einem Internetportal eine Annonce aufgegeben, in der er unter falschem Namen vorgab, eine Babysitterin zu suchen. Eine 17-jährige Trierer Schülerin hatte sich hierauf gemeldet. Es entwickelte sich ein reger E-Mail-Verkehr, in dessen Verlauf der Mann, der sich als junge Mutter ausgab, mit der jungen Frau ein Treffen an seinem angeblichen Wohnsitz in Trier-Zewen verabredete.
Dort überredete er die Frau in sein Auto zu steigen. In dem Fahrzeug bedrohte er sie mit einem Brotmesser und drohte sie umzubringen, falls sie schreien sollte. Danach fesselte und knebelte er die 17-Jährige und stülpte ihr eine Tüte über den Kopf. Er brachte die junge Frau zu einem Gartengrundstück und sperrte sie in ein Gartenhäuschen. Eine kurze Abwesenheit des Beschuldigten nutzte die Frau zur Flucht. Sie wandte sich an zwei zufällig vorbeikommender Fußgänger, die ihr halfen und den Mann stellen wollten. Dem Mann gelang jedoch die Flucht mit seinem Fahrzeug. Er konnte kurze Zeit später von der Polizei gestellt und festgenommen werden. Er hat die Tat im Wesentlichen gestanden. Am 1. Oktober erließ das Amtsgericht Trier gegen ihn einen Haftbefehl. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
In der Wohnung des Mannes wurde ein Computer mit kinderpornographischen Bildern sichergestellt. Er war bereits im vergangenen Jahr wegen Besitzes von 10.000 kinderpornographischen Bildern zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden und stand daher noch unter Bewährung. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.
Staatsanwaltschaft und Polizei warnen in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor Verabredungen mit so genannten Internet-Bekanntschaften an abgelegenen Orten und ohne Begleitung. Jeder, der im Internet persönliche Kontakte knüpft, muss sich darüber im Klaren sein, dass die vorgegebene Identität des Gegenübers falsch sein kann. Man hat daher keine Gewissheit, wer sich dahinter verbirgt.




















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