Stunden vor Annas Tod: Besorgte Nachbarin rief Honnefer Jugendamt an
Anna ist in dieser Nacht zu Tode gekommen, ein Schock für alle, gleich ob sie Anna kannten oder nicht. Die größte Last, die jetzt auf allen liegt, ist die bohrende Frage, ob der Tod von Anna zu verhindern gewesen wäre.
Jugendämter stehen in einer besonderen Verantwortung für das Kindeswohl. Es drängen sich Fragen auf, welche Handlungsanweisungen für die Arbeit der Jugendämter verbessert werden müssen, ob und wie auf solche dramatischen Geschehnisse Einfluss genommen werden kann und wie eine noch intensivere Vernetzung von Institutionen, Behörden und Personen erreicht werden kann. Trotz zu wahrender Vertraulichkeit zum Schutz von Personen muss eine gewisse Transparenz erreicht werden, um Anzeichen auf Kindeswohlgefährdung rechtzeitig erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.
Bei aller Trauer und Betroffenheit ist in diesen Tagen auch die Frage zu klären, ob es ein strafrechtlich vorwerfbares Handeln oder Unterlassen gegeben hat. Die sofort eingeleitete verwaltungsinterne Untersuchung hat bisher kein Fehlverhalten aufgezeigt. Der Staatsanwaltschaft liegt zwischenzeitlich eine Strafanzeige gegen die Jugendämter der Städte Königswinter und Bad Honnef vor. Bad Honnef wird die Aufklärung des Sachverhaltes mit allen Kräften unterstützen. Ein solcher tragischer Todesfall darf sich nicht wiederholen."




















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