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Start des Ringracers erneut verschoben

Von unserem Redakteur Uli Adams

Bild mit Symbolkraft: Am Ringracer wird weiter geschraubt. Testen darf man seit Mai allerdings nicht mehr.
Martin Gausmann

Nürburgring - Der Nürburgring bekommt seinen Ringracer einfach nicht zum Laufen. Die geplante Eröffnung der Achterbahn im Juni wird wieder verschoben.

Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte die Pressesprecherin der Nürburgring Automotive GmbH, Stefanie Hohn: "Es sind unerwartete technische Herausforderungen aufgetaucht, die zu Verzögerungen des Testablaufs geführt haben. Eine Eröffnung im Juni wird wohl nicht klappen." Glaubt man Kennern am Ring, wird die einstmals als schnellstes Fahrgeschäft der Welt angekündigte Schienenbahn überhaupt nicht mehr in diesem Jahr an den Start gehen. Derzeit kämpft die Automotive darum, den Testbetrieb wieder aufnehmen zu dürfen.

Grund für die neuerliche Verschiebung des Fahrbetriebs sind ein Unfall im Mai und daraus resultierende Folgen. Denn als sich am 14. Mai während eines Rennens die Anlage beim Testen mit einem großen Knall verabschiedete, hatten Hunderte Beteiligte am Rennen Glück, dass sie in der Boxengasse nicht von einer umherfliegenden Schraube verletzt wurden.

Während die Pressestelle der GmbH in ihrer Stellungnahme gegenüber der RZ kryptisch von "unerwarteten technischen Herausforderungen" spricht, wird die Automotive GmbH in einer Anfrage an die Landesregierung konkreter. Da heißt es: "Nach Angaben des TÜV Süd resultierte die Betriebsstörung aus einer nicht aktuellen Programmversion der Steuerungssoftware beim Testlauf." Zwei Tage nach dem Unfall hatte die Pressestelle noch verkündet, es habe sich um einen Teil der Sicherheitsprüfungen gehandelt, um auszutesten, was passiert, wenn stärkere Katapultkräfte wirken. "Das Ergebnis ist eigentlich eine Erfolgsmeldung. Alle Bremsen haben gegriffen", so Hohn am 17. Mai. Das war Hohn.

Sieht man vom Reparaturaufwand für die Anlage nach dem "erfolgreichen Test" ab, haben die Ringbetreiber derzeit das Problem, ihren Coaster überhaupt wieder zu testen. Denn nach dem Unfall im Mai hat die Kreisverwaltung Ahrweiler als Genehmigungsbehörde für den Ringracer ein neues Sicherheitskonzept für den Probebetrieb gefordert. "Das soll gesundheitliche Gefährdungen von Besuchern oder Akteuren auf der Anlage komplett ausschließen", so die Verwaltung. De facto bedeutet das: Proben während Rennveranstaltungen oder bei Testfahrten auf der Grand-Prix-Strecke sind untersagt. Das Gelände muss abgeriegelt sein. Mittlerweile hat die Nürburgring GmbH einen Antrag zur Wiederaufnahme des Testbetriebs eingereicht.

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Leserkommentare (6)

1
von trusi vom 22.06 - 11:08 Uhr
Im August 2009 sollte der Ring-Racer am Nürburgring eigentlich für das Publikum starten. Jetzt wird es auch 2011 nix mit der Eröffnung! ...
2
von ingo vom 22.06 - 12:57 Uhr
[QUOTE=Redaktion;28184]Nürburgring (...) Glaubt man Kennern am Ring, wird die einstmals als schnellstes Fahrgeschäft der Welt angekündigte ...
3
von Gonso vom 22.06 - 17:04 Uhr
Ich steige in jede Achterbahn, aber in diese Totgeburt bekommen mich keine zehn Pferde (...wenn sie denn überhaupt jemals laufen sollte... ...

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