Sicherheitszentrum am Nürburgring: Pläne für Retter abgespeckt
Nürburgring - Jahrelang wurde geplant - und jetzt wird kräftig abgespeckt: Für die vorgesehene Sicherheits- und Einsatzzentrale der Rettungskräfte am Nürburgring fehlt das Geld. Die Verantwortlichen haben sich von einem Millionen Euro teuren Neubau mit sicheren Abstellmöglichkeiten für die Einsatzfahrzeuge im kleinen Örtchen Balkhausen verabschiedet und planen nun ein Gebäude, das bei Bedarf um Container erweitert wird.
Nach Plänen von DRK und Feuerwehr, der Kreisverwaltung und der ADD Trier soll lediglich ein Basisgebäude erstellt werden, das dann je nach Veranstaltung durch Module - sprich Container - erweitert werden kann. Aus den einstigen Garagen für die Einsatzfahrzeuge sind einfache Abstellplätze geworden. "Jede andere Unterbringung als die derzeitige Barackenlösung kann nur von Vorteil sein", sagt ein Gesprächsteilnehmer, der namentlich nicht genannt werden möchte.
Wie nun die derzeitigen Planungen genau aussehen, wollte die Kreisverwaltung auf Nachfrage unserer Zeitung nicht verraten. Pressesprecher Jürgen Kempenich beschränkte sich auf die altbekannte Aussage, dass der Kreis schon lange Pläne verfolge und unterstütze, ein neues Sicherheitszentrum am Nürburgring zu bauen. Das zarte Pflänzchen der neu aufkeimenden Hoffnung, dass sich die Verhältnisse nun doch noch bessern könnten, soll nicht durch große Diskussionen mit ins Politikum "Nürburgring" gezogen und dadurch zerstört werden.
Ob nun der Freizeitpark Nürburgring läuft oder nicht, ist für das Sicherheitszentrum nicht von Belang. Denn es geht hier allein um die Unterbringung der Rettungskräfte bei Großveranstaltungen, wie Formel 1, Truck-Grand-Prix und "Rock am Ring". Bei solchen Veranstaltungen ist die Zentrale meist mehrere Tage und rund um die Uhr besetzt. Zwar sind die technischen Einrichtungen gerade noch ausreichend, aber längst nicht auf dem neuesten Stand.
Angesichts der Sparzwänge war ebenfalls ins Gespräch gekommen, die alte Polizeistation zu modernisieren und durch einen Anbau zu ergänzen. Ein weiterer Vorschlag war, das Rettungszentrum in freie Räume des Hauses A oder B zu integrieren. Beide Gedanken wurden aber inzwischen schon wieder verworfen. Derzeit jedenfalls werden die publikumsintensivsten Veranstaltungen in ganz Rheinland-Pfalz noch immer sicherheitsmäßig aus einer Baracke geleitet. "Geld für die Sicherheit wird erst da sein, wenn wie in Duisburg etwas Schlimmes passiert", so die Ansicht unter den Rettungskräften.




















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