Seltsame Leak-Seite: Fitnesstrainer mit Seniorensiegel will die Welt verbessern - aber keine Nachfragen
Kaarst/Berlin - Eine PR-Agentur mit Kerngeschäft "Seniorensiegel" bringt die Stiftung Warentest bundesweit in Negativschlagzeilen - und kündigt auf populeaks.org noch brisantere Enthüllungen an. Möglicherweise übernimmt sich da ein Fitnesstrainer mit seinen vollmundigen Ankündigungen zum "weltweit ersten Leak-Verhinderungs-Projekt". Wer genauer hinsieht, stolpert über Ungereimtheiten beim Projekt des "Experten für innovative Marketing- und PR-Strategien".
Es war eine brisante Enthüllung: Konzerne haben die Zusammensetzung von Produkten vorübergehend angepasst, weil sie von bevorstehenden Tests durch die Stiftung Warentest wussten: Die Nachricht lief durch viele Medien - mit Nennung der "Internetplattform populeaks.org". Deren Verdienst war es offenbar, dass die Trickserei aufflog. Sie besaß diese Info und hat die Bestätigung der Information durch die gemeinnützige Stiftung veröffentlicht.
Das sei nur ein "vorgezogenes Randthema" gewesen, heißt es jetzt. Auf populeaks.org werden zwei weitere noch brisantere Anfragen angekündigt. Doch wer ist Populeaks?
Die Agentur-Seiten hat er aber jetzt aus dem Netz genommen, sie sind nur noch über den Cache von Google abrufbar. „Sie werden überarbeitet und aktualisiert“, erklärt er immerhin dazu. „Rheingewinn nimmt seit Juli 2012 keine Aufträge mehr zu Marketing, Public Relations und Krisen-PR an. Vielmehr konzentrieren wir uns auf die Entwicklung und Organisation der Plattform populeaks.org.“ Und das nach eigenem Bekunden „ohne wirtschaftliche oder politische Interessen“, sondern nur, wie es heißt, um auf Missstände hinzuweisen.
Lilienström versucht sich auch bei der Rettung des Klimas: Das Projekt Climatevoteproject.org mit dem Ziel von 10 Millionen Facebook-Likes bringt es nach einem Jahr auf knapp 900 Likes. Mit Wissenschaftler Mojib Latif gibt es dafür immerhin einen prominenten Paten. Beim neuen Projekt Populeaks sollte es noch besser kommen: National und international bekannte Politiker, Wirtschaftsbosse und Stars der Unterhaltungsbranche seien dabei, war auf populeaks.org zu lesen. Dieser Absatz ist inzwischen verschwunden - auch eine Form der Antwort auf die Frage unserer Zeitung nach Namen.






















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