Schüler beim Weinfest fast totgetreten: Polizei ermittelt Tatverdächtige
Cochem/Ulmen - Zwei junge Männer, die am Samstag des Cochemer Weinfestes einen 14 Jahre alten Schüler aus Faid so übel zugerichtet haben sollen, dass er mit dem Tode rang, hat die Polizei jetzt ermittelt. Die Tatverdächtigen stammen aus Ulmen und Bad Breisig.
Nach Informationen der Cochemer Polizei ist zumindest einer der Tatverdächtigen so auf den 14-Jährigen gesprungen oder hat im in den Magen getreten, dass er schwerste innere Verletzungen erlitt. Die brutale Tat ereignete in der Nacht vom 27. auf den 28. August zwischen 22 und 23 Uhr. Der Tatort lag irgendwo zwischen dem Endertplatz, der Unterführung und dem Briederweg. Aus den Zeugenaussagen ließen sich die Ereignisse nur bruchstückhaft zusammensetzen.
Mindestens ein Jugendlicher soll den Schüler „zu Boden gestoßen oder geschlagen haben“ und soll dann auf ihn eingetreten haben oder gar auf ihn draufgesprungen sein, beschreibt Harald Ehses von der Cochemer Polizei die Gewalttat. Drei weitere Jugendliche sollen dem Haupttäter zugeschaut haben, hieß es zuerst, ergänzt er. Ehses ist zuständig für Jugendkriminalität.
Einen konkreten Auslöser für die Prügelszene geben die Zeugenaussagen nicht her. „Hauptauslöser war wohl Alkohol“, sagt Ehses. Da reiche dann oft ein Rempler, ein schräger Blick oder eine freche Bemerkung, um die Gewalttat auszulösen.
Das Opfer, der Schüler aus der Eifel, rappelte sich vom Tatort zunächst noch einmal hoch. Doch noch in der Tatnacht musste er wegen starker Schmerzen in ein Koblenzer Krankenhaus gebracht werden. Dort stellte sich dann heraus, dass der 14-Jährige schwere innere Verletzungen in der Bauch- und Magengegend davongetragen hatte. Er schwebte mehrere Tage lang in Lebensgefahr und wurde deswegen am vergangenen Wochenende notoperiert. Zum Glück verlief die Operation gut. Lebensgefahr besteht nicht mehr.
Auf die Spur der Täter führten die Polizei die Aussagen von Zeugen und vor allem Erfahrung. „Ich kenne meine Leute“, sagt Ehses. Und es gebe nicht viele, die eine derart brutale Tat begehen würden, überhaupt dazu in der Lage seien. „Aus ermittlungstaktischen Gründen“ mochte Harald Ehses noch keine näheren Angaben zu den mutmaßlichen Schlägern machen.




















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