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Rot-Grün legt sich fest: Die Hochmoselbrücke kommt - und das Kabinett steht

Rheinland-Pfalz. Nach harten Verhandlungen haben Sozialdemokraten und Grüne in Rheinland-Pfalz entscheidende Durchbrüche erzielt. Die Ökopartei konnte sich mit ihrer ablehnenden Haltung beim Hochmoselübergang nicht durchsetzen. Die 330 Millionen Euro teure Brücke wird nach Informationen unserer Zeitung gebaut.

Das wird viele Winzer und die Bürgerinitiative „Pro Mosel“ sicherlich auf die Barrikaden treiben. Aber letztlich war das Projekt schon zu weit fortgeschritten, um es noch stoppen zu können, hieß es aus Verhandlungskreisen. Vor allem die Wirtschaftsverbände hatten auf den Bau des gigantischen Brückenbauwerks gedrängt.

Dafür wird es in den fünf Jahren, in denen Rot-Grün regiert, nicht zum Bau der Mittelrheinbrücke kommen. Das 40 Millionen Euro teure Projekt wird (vorerst) auf Eis gelegt, hieß es. Vermutlich findet nicht mal mehr ein Bürgerentscheid statt, den ursprünglich SPD wie Grüne angestrebt hatten.

Kritisch sieht es auch für die Zukunft der Formel 1 am Nürburgring aus. Der staatliche Zuschuss von rund 13 Millionen Euro soll zumindest deutlich reduziert werden. Damit rückt das Aus des Rennzirkus' in der Eifel näher, denn Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wird dem Nürburgring kaum Rabatt gewähren. Heute wollen SPD und Grüne die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen vorstellen.

Beide Seiten haben sich am Wochenende auf ein Kabinett unter der Führung von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) geeinigt. Die Grünen werden nach Informationen unserer Zeitung drei Ministerien, die SPD wird fünf erhalten. Vorstandssprecherin Eveline Lemke wird die erste grüne Wirtschaftsministerin in Rheinland-Pfalz. Die Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken (Grüne) erhält das Umweltressort. Die grüne Sozialexpertin Irene Alt, derzeit Beigeordnete im Kreis Mainz Bingen, leitet künftig ein neu zugeschnittenes Ministerium, in das Teile des Sozialressorts einfließen. In diesem Haus soll unter anderem die Zuständigkeit für Integration verankert werden. Damit besetzen die Grünen die ihnen zufallenden Ministerien ausschließlich mit Politikerinnen, wie unsere Zeitung aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr.

Roger Lewentz gestärkt

Bei den SPD-Ministern wird der bisherige Innenstaatssekretär Roger Lewentz gestärkt. Er beerbt Karl Peter Bruch als Innenminister und bekommt zusätzlich noch die Verantwortlichkeit für die Verkehrspolitik. Damit entsteht ein mächtiges Infrastrukturministerium im Land, das unter anderem die Neuordnung des Nürburgrings verantwortet. Lewentz wird sich demnächst zudem mit so heiklen Projekten wie besagtem Hochmoselübergang befassen müssen.

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Leserkommentare (4)

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von Woody Alien vom 02.05 - 07:14 Uhr
Auch hier haben die Grünen schmerzhaft-ideologische aber sinnvoll-wirtschaftliche Zugeständnisse gemacht. Jetzt können noch mehr Konservative ...
2
von Wolli vom 02.05 - 17:05 Uhr
Das der Nachtflug am Hahn bleibt ist nachvollziehbar für mich, der Lärm der hierbei entsteht trifft weniger Menschen als im Großraum ...
3
von Rene vom 02.05 - 20:31 Uhr
Dass die Mittelrheinbrücke (vorerst) nicht kommt, finde ich ja erstmal grundsätzlich sehr positiv. Aber wird denn auch etwas in Richtung der ...

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