Ringbetreiber melden: Ecclestone will Formel 1 in der Eifel auf eigene Rechnung
Während die Pressekonferenz zur Insolvenz des Nürburgrings lief, verschickten die gekündigten Pächter und Betreiber der Strecke vermeintlich gute Nachrichten: Die Formel 1 auf dem Nürburgring sei gesichert, sie wollen eine Lösung mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone gefunden haben.
Nach einer Mitteilung sei der Formel-1-Chef bereit, ab dem kommenden Jahr das Rennen komplett auf eigene Rechnung am Ring durchzuführen: Er bekommt das Gelände für 14 Tage kostenlos, einen Millionen-Zuschuss, den das Land auch nicht mehr zahlen will, fordert er dafür nicht. Mit der Nachricht versucht die NAG offenbar einmal mehr, dem Land die Pistole auf die Brust zu setzen: In einem "konstruktiven Gespräch" habe man deutlich gemacht, "dass es nur noch ein kleines Zeitfenster für die Zustimmung des Landes für die nun erreichte Lösung gebe". Man erwarte "hierzu eine kurzfristige positive Stellungnahme". Gleiches gilt für "Rock am Ring". Auch bei dieser Veranstaltung haben die Pächter, die das Land vom Ring loswerden möchte, nach eigenen Angaben mit Veranstalter Lieberberg verhandelt und "erwarten" vom Land wieder eine Zustimmung.
Die Pressemitteilung im Wortlaut:
"Die Gesellschafter der Nürburgring Automotive GmbH, Jörg Lindner und Kai Richter, haben sich am Donnerstag der vergangenen Woche in London mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone auf ein Konzept verständigt, nach der auch künftig die Formel 1 auf dem Nürburgring gesichert ist. Bereits ab dem Rennen 2013 würde Ecclestone auf die Zahlung einer Fahrerfeld-Gebühr verzichten.
Damit entfielen künftig Zuschüsse des Landes Rheinland-Pfalz für das Rennen.
Im Gegenzug würde Ecclestone als Veranstalter am Nürburgring auftreten und sämtliche Kosten tragen, aber auch alle Einnahmen beanspruchen. Als Basis dieser Vereinbarung erwartet der Formel-1-Chef die Bereitstellung der Rennstrecke und der Anlagen sowie des erforderlichen Personals für den bisher üblichen Veranstaltungszeitraum von ca. 14 Tagen. Als lokaler Partner bei der Durchführung des Rennens würde die NAG, die Grand Prix Rheinland Pfalz oder eine andere Schwestergesellschaft auftreten.
Über dieses Ergebnis unterrichtete die Nürburgring Automotive GmbH am Montag dieser Woche in Düsseldorf den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz. In dem konstruktiven Gespräch machte die NAG deutlich, dass es nur noch ein kleines Zeitfenster für die Zustimmung des Landes für die nun erreichte Lösung künftiger Formel-1-Rennen in der Eifel gebe und erwartet hierzu eine kurzfristige positive Stellungnahme.
Minister Lewentz wurde außerdem über das Vertragsangebot der NAG an die Konzertagentur Marek Lieberberg für weitere zehn Jahre „Rock am Ring“ informiert. Die NAG machte deutlich, dass sie auch hier eine Zustimmung des Landes für den Vertragsabschluss erwartet. Das Gleiche gilt für Vertragsverhandlungen mit dem ADAC über die Verlängerung der Veranstaltungen 24-Stunden-Rennen und Truck-Grand Prix. Die NAG betonte gegenüber dem Minister, dass mit dem vorgeschlagenen
Vorgehen sich alle Großveranstaltungen am Nürburgring dauerhaft sichern ließen."





















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