Endlos-Bau? Rhein-Mosel-Halle wird noch später fertig
Koblenz - Jetzt gilt auch der zuletzt genannte Fertigstellungstermin im Frühjahr 2012 nicht mehr: Wann die Rhein-Mosel-Halle wirklich fertig wird, steht immer noch in den Sternen.
Architekt Alexander von Canal hat dem Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig zwar eine mögliche Eröffnung am 1. September in Aussicht gestellt. Hofmann-Göttig selbst hält diese Aussage aber nicht mehr für belastbar: "Nach derzeitiger Sachlage kann mir der bauausführende Architekt keinen Fertigstellungstermin ohne Wenn und Aber für die Rhein-Mosel-Halle nennen, sondern nur einen mit diversen Kautelen, das heißt Vorbehalten, verbundenen Termin. Deshalb kann ich mich bisher nicht entschließen, diesen Termin als verbindlich anzusehen."
Damit geht eine unselige Endlos-Geschichte weiter: Ursprünglich war geplant, die Halle schon im Januar 2011, spätestens aber zum Buga-Beginn zu eröffnen. Der Termin wurde immer weiter nach hinten verschoben. Zuletzt hieß es noch im August, das Frühjahr 2012 werde angepeilt. Das ist nun wiederum überholt. Alexander von Canal geht zwar derzeit davon aus, dass der Bau technisch gesehen zum 1. Juni fertig ist, sodass mit drei Monaten Sicherheit für abschließende Prüfungen der 1. September als Eröffnungstermin möglich sei, doch auch da könne noch etwas dazwischen kommen. Er nennt Probleme im Bauablauf sowie Insolvenzen bei bauausführenden Firmen als Gründe für die erneute Verschiebung.
"Das ist keine Entwicklung, die bei mir mit Glücksgefühlen verbunden ist", sagt der Oberbürgermeister im Gespräch mit der Rhein-Zeitung. Auf die Frage, wie es um das Vertrauensverhältnis zu Alexander von Canal bestellt ist, meint er nur: "Wenn mir der bauausführende Architekt eine Aussage ohne Wenn und Aber gegeben hätte, wäre es sehr gut."
Das Büro von Canal wird auch am Innenausbau des Kulturbaus auf dem Zentralplatz beteiligt sein. Hofmann-Göttig sieht das Büro dort aber in einer anderen Rolle, die Situation sei nicht vergleichbar - auch, weil es am Zentralplatz ein sehr exaktes Controlling seitens der Stadt gebe: "Dass es am Zentralplatz ein anderes Controlling gibt, hat auch mit den Erfahrungen am Schienenhaltepunkt Mitte sowie an der Rhein-Mosel-Halle zu tun", sagt Hofmann-Göttig.




















Diesen Artikel versenden