RZ-Interview: Klöckner (CDU) kritisiert Facebook
Deutliche Kritik an den Datenschutzbestimmungen des Internet-Netzwerks Facebook hat Julia Klöckner (CDU), Staatssekretärin im Verbraucherschutzministerium, geübt. Im Gespräch mit der Rhein-Zeitung verlangte Klöckner mehr Klarheit im Umgang mit den persönlichen Angaben der Community-Mitglieder.
Klöckner sagte: „Konzerne wie Google und Facebook verfolgen mit dem Sammeln von Daten kommerzielle Interessen. Jeder kann selbst entscheiden, ob er sich ins Schaufenster stellt oder nicht. Aber wer die Schaufenster vermietet, muss klar machen, was mit den Daten der Kunden passiert.“
Die deutschen Netzwerke wie MeinVZ oder Wer-kennt-wen seien verbraucherfreundlicher. Auch ein Riese wie Facebook müsse sich trotz seines Firmensitzes in den USA an deutsches Recht halten, wenn er auf dem deutschen Markt aktiv ist, erklärte Klöckner. Das nachträgliche Ändern der AGBs sei nicht Ordnung.
Außerdem forderte die Staatssekretärin, dass in den Schulen das Wissen und die Kompetenzen über die digitale Welt erlernt werden müssen. Ob sie ihren eigenen Facebook-Account löschen werde, so wie dies Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) angekündigt hatte, ließ Klöckner offen: „Ich bin auf die Reaktion von Herrn Zuckerberg gespannt. Daran orientiert sich meine Entscheidung.“




















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