Nürburgring: SPD-Fraktionschef aus der Eifel liest Partei die Leviten
Adenau. Mit der eigenen Partei hart ins Gericht geht der SPD-Fraktionssprecher im Verbandsgemeinderat Adenau, Wolfgang Frings. Er fordert die Landesregierung auf, endlich aktiv zu werden, um die Arbeitsplätze am Nürburgring zu erhalten.
„König Kurt und sein Hofstaat überlassen die Drecksarbeit der Personalauswahl der Nürburgring Automotive GmbH (NAG) und werden sich dann irgendwann selbst für den ,Return on Invest‘ feiern lassen“, sagen der erboste Fraktionschef und Mitarbeiter der Nürburgring Automotive GmbH. Aber nicht nur dem Ministerpräsidenten wirft Frings eine gewisse U-Boot-Mentalitität vor. Zu ehemaligen Ringakteuren, „die allesamt abgetaucht sind“, zählt er auch SPD-Fraktionschef Hendrik Hering, Wirtschaftsministerin Lemke, die Innenstaatssekretärin Heike Raab und Landrat Jürgen Pföhler.
So habe er von der früheren Generalsekretärin Heike Raab, die während der Bauphase mit aller Macht kritische Adenauer Genossen habe ruhigstellen wollen, nichts mehr gehört. Obwohl Raab heute als Staatssekretärin im für den Nürburgring zuständigen Innenministerium in leitender Position tätig sei. Hendrik Hering, den Ex-Wirtschaftsminister und heutigen SPD-Fraktionsvorsitzenden im Mainzer Landtag, fordert Frings auf, zu seinem Wort zu stehen, dass er in der Adenauer Hocheifelhalle 2010 gegeben habe: „Wenn die privatwirtschaftliche Betreibergesellschaft in wirtschaftliche Schieflage gerät, greift das Land ein“, habe Hering versprochen. Auch die Generalsekretärin der SPD und Wahlkreisabgeordneten Andrea Nahles melde sich nicht auf persönliche Anfragen und Bitten. „Das nennt man wohl aussitzen“, meint Frings.
Abgetaucht sei aber auch Landrat Jürgen Pföhler. Der habe schließlich seit Beginn der Beratungen über die Erlebnisregion als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender mit am Tisch gesessen. Und den Grünen wirft er wahltaktisches Kalkül vor. Vor der Landtagswahl habe man die Kritiker des Ring-Projektes als eigenes Sprungbrett in die Regierung gesucht und offensichtlich auch gefunden. „War Frau Lemke da am Ende (bau- ern-)schlauer als manch Nürburger Gastronom?“, fragt sich Frings.
Für den Adenauer Sozialdemokraten muss mit der angekündigten Entlassungswelle der NAG das Hin- und Hergeschiebe von Verantwortung endlich aufhören. Denn schließlich gäbe es ja auch eine Lösung des Problems: „Man erklärt zumindest Teile der Zins- und Tilgungsleistung als nicht einbringlich und schreibt Teile des Invests ab. Die Pacht wird vollständig auf das operative Ergebnis ausgerichtet und prozentual zum Umsatz festgesetzt.“




















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