Neues Druckhaus: Unsere Zeitung investiert 42 Millionen Euro in modernste Technik
Koblenz - Der Grundstein ist gelegt: 42 Millionen Euro investiert der Mittelrhein-Verlag in eines der modernsten Druckhäuser Deutschlands. Und gibt damit ein klares Signal: Print hat Zukunft.
Ein Satz genügte Walterpeter Twer, dem Verleger der Rhein-Zeitung (RZ) und ihrer Heimatausgaben, um klarzumachen, welchen Herausforderungen sich ein modernes Medienhaus heutzutage stellen muss. „Wir haben in diesem Jahr zehn iPads bestellt – und zwei neue Druckmaschinen.“
Beide Investitionen sind richtungweisend. Die flachen, spielerisch leicht zu bedienenden Tablet-Computer der Firma Apple könnten für Zeitungshäuser ein Weg in die digitale Zukunft sein. Auf eine „mediale Einbahnstraße“ begibt sich der Mittelrhein-Verlag (MRV) deshalb aber beileibe nicht. Im Gegenteil: Seine viel gewichtigere aktuelle Investitionsentscheidung gab das Medienhaus jetzt bekannt: Stolze 42 Millionen Euro investiert der MRV mit seinen Gesellschaftern Walterpeter Twer, Thorn Twer und Dr. Olaf Theisen in das neue rz-Druckhaus, das in einer Bauzeit von 19 Monaten direkt an der A⋌61 in der Nähe des Autobahnkreuzes Koblenz entsteht – und eine Botschaft transportiert: Die gedruckte Tageszeitung hat Zukunft.
Daran lässt auch Dr. Thomas Rochel, Geschäftsführer des MRV, keinen Zweifel: „Die gedruckte regionale Tageszeitung kann auf eine erfolgreiche Zukunft bauen, wenn neben einer starken Lesernähe im lokalen Bereich und einer erstklassigen Berichterstattung die Produktpräsentation und die Kosten stimmen.“
Dazu soll das neue technische Herz unserer Zeitung wesentlich beitragen. Die beiden Rotationsmaschinen der Würzburger Firma Koenig & Bauer gehen Anfang 2012 in Betrieb – und schon jetzt beeindrucken die beiden insgesamt 635 Tonnen schweren Kolosse mit ihren Leistungsdaten: Die maximale Produktionsleistung liegt bei 90.000 Zeitungen pro Stunde. „Der Laie denkt, da müssten eigentlich die Fetzen fliegen“, staunte auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) bei der Grundsteinlegung.
Unabhängig von der Geschwindigkeit der Rotation kann das neue Versandsystem von der Schweizer Ferag AG gefahren werden, das unter anderem die täglich weit mehr als zweihunderttausend Zeitungen durch das Druckhaus transportieren wird.
Schon diese Eckdaten zeigen, dass bei Koblenz eines der modernsten Druckhäuser Deutschlands entsteht und die Printausgabe das Kernprodukt und wirtschaftliche Rückgrat des MRV bleiben wird. Wie viel Gewicht das Unternehmen auf dieses Standbein legt, ist auch daran zu erkennen, dass unsere Zeitung bereits in diesem Herbst nach einem sogenannten Relaunch in einer neuen, frischeren Optik erscheinen wird.






















Diesen Artikel versenden