Mittelrheinbrücke: Landrat vertraut auf bürgernahes Verfahren
Mittelrhein. Mit den nationalen Planungen für eine Mittelrheinbrücke kann begonnen werden (wir berichteten). Es wurden Stimmen bezüglich der Verkehrsanbindung und zur Gefährdung der Fähren laut. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert Landrat Bertram Fleck, wie es nun weitergeht.
In sämtliche Entscheidungen, die die Realisierung einer Brücke über den Mittelrhein betreffen, wird die Bevölkerung eingebunden. Das teilte Landrat Bertram Fleck nach seiner Rückkehr von der Unesco-Konferenz in Brasilia mit. „Ich verlasse mich ganz auf die vorgeschriebenen Verfahren, die nun eingeleitet werden", so der Landrat. In einem Raumordnungsverfahren gilt es, unter anderem den endgültigen Standort und die Verkehrsanbindung festzuschreiben. Dabei werden die bereits geäußerten Bedenken einzelner Bürgermeister einfließen, sagt der Landrat.
Fleck verspricht: Sämtliche Bedenken kommen auf den Tisch
Als die zivile Nutzung des Flughafens Hahn seinerzeit beschlossen wurde, habe es auch noch keine Vereinbarungen über Dinge, wie die Verkehrsanbindung durch einen vierspurigen Ausbau der B 50 oder den Hochmoselübergang gegeben. Wie beim Hahn verhalte es sich auch bei der Brücke: „Gewählte Gremien wollten die Brücke. Jetzt haben wir einen Durchbruch erzielt. Alle weiteren Schritte werden bei uns sorgfältig diskutiert. Dabei kommen sämtliche Bedenken auf den Tisch und werden in Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort einer Lösung zugeführt, die für diese Menschen verträglich ist", sagte der Landrat.
"Für einen Teil der Fähren gibt es eine Zukunft"
Das schließt auch den Aspekt der Fähren ein: „Ich glaube, dass es für einen Teil der Fähren eine Zukunft gibt. Sie werden noch gebraucht werden. Aber wir können nicht das ganze Rheintal benachteiligen, weil zwei Fähren bluten müssen."
Für Verkehrsanbindung gibt es kein Patentrezept
Wie das Problem der Verkehrsanbindung der Brücke konkret gelöst werden soll, dafür hat Fleck kein Patentrezept. Er spricht von einem „schwierigen Abwägungsprozess", der sich nicht für den Wahlkampf eigne. Die von Minister Hering in Aussicht gestellten acht Jahre, in der die Brücke stehen soll, hält Fleck für sehr optimistisch: „Wenn es zehneinhalb oder elf Jahre dauern sollte, bin ich auch zufrieden."




















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