Remagen/Bretzenheim: Demokraten nahmen Neonazis Wind aus den Segeln
Remagen/Rheinland-Pfalz - Dieses Wochenende sollte - so plante es die rechte Szene - deutliche Demonstrationen der Neonazis in Rheinland-Pfalz bringen.
Als Bilanz kann gesagt werden: Die massiv eingesetzten Polizeikräfte - aber auch die einfachen Demokraten im Land - haben den braunen Marschierern den Wind aus den Segeln genommen. Es marschierten bedeutend weniger Rechte auf als erwartet. Unsere Zeitung hat das Geschehen in Remagen und in Bretzenheim verfolgt.
Zusammen mit rund 350 Menschen, unter ihnen auch CDU-Landeschefin Julia Klöckner, fand sich Beck am Sonntag zu einem Friedensgebet an einem ehemaligen Kriegsgefangenenlager bei Bretzenheim ein. Dieses fand unmittelbar nach einer NPD-Veranstaltung mit 26 Teilnehmern an gleicher Stelle statt. Nach dem Friedensgebet trafen nach Polizeiangaben - wie vorher genehmigt - auf dem Platz vor dem Mahnmal für das «Feld des Jammers» erneut rund 20 «vom Aussehen her aus dem rechtsextremen Bereich» stammende Demonstranten ein. Zwischenfälle gab es nicht, wie ein Polizeisprecher sagte.
Liveticker aus Remagen zum Nachlesen
Am Samstag hatten Reporter und Fotografen Eindrücke in Remagen gesammelt und in einem Liveticker und in vielen Fotos festgehalten. 650 Polizisten waren dort anlässlich des Neonazi-Aufmarsches im Einsatz, ein Bündnis hatte mehrere Gegenkundgebungen organisiert.
(Die neuesten Beiträge stehen oben.)
Aktualisierung 38: Das Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie wird positiv verbuchen, dass in diesem Jahr mehr Menschen als in der Vergangenheit an Gegenkundgebungen teilgenommen haben. Zugleich sehen sie hier aber ihre Aufgabe: Deutlich machen, dass das Ignorieren und Runterlassen der Rolläden nicht der richtige Weg beim Umgang mit den Extremisten ist. Das Thema soll stärker im Bewusstsein verankert werden.
Aktualisierung 37: Für die Polizei ist der Einsatz noch nicht ganz beendet, weil noch nicht alle Demonstranten abgereist sind. Das vorläufige Fazit fällt aber zufrieden aus. Das Einsatzkonzept habe sich als richtig erwiesen, es hat geklappt, die Lager voneinander fernzuhalten, so dass es zu keinen gewalttätigen Konflikten kam.
Aktualisierung 36: Diejenigen, die ihren Protest zeigen wollten, konnten sich etwas verloren vorkommen, weil es außerhalb des Gottesdeinstes und der Veranstaltung in der Friedenskirche keine organisierten Anlaufpunkte gab.




















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