Kupferberg - ein Keller voller Schätze
Mainz - Sie haben sieben unterirdische Stockwerke und tragen den Titel „tiefster Weinkeller der Welt“. Mit 11 Grad ist es angenehm kühl in den Kupferberg-Kellern. Die gemauerten Tonnengewölbe, zu denen auch römische Weinkeller gehören, sind mit Spinnweben bedeckt – ihre dunkle Farbe verdanken sie dem Schimmelpilz. In den Kellern der alteingesessenen Mainzer Firma, die vor 160 Jahren von Christian Adalbert Kupferberg gegründet wurde, lagern heute noch um die 20 000 volle Weinflaschen, daneben etwa 1 000 000 leere Flaschen in ordentlich gestapelten Reihen.
Gerüttelt, nicht gerührt – und zwar per Hand. Das war 1850 die Methode, um den Kupferberg-Sekt herzustellen. Bereits 1852 trug der Exportschlager, der in den ersten Jahrzehnten vor allem nach England geliefert wurde, den Namen „Kupferberg Gold“ – die älteste deutsche Sektmarke. Ihre Herstellung wird bei einem Rundgang durch die Gewölbe und die ehemaligen Herstellungs- und Wohnräume ebenso vorgestellt wie die Geschichte des Hauses, die eng mit der deutschen Geschichte verbunden ist.
So findet sich im Keller, neben den eindrucksvoll verzierten Riesenfässern, ein geschnitztes Hessisches Wappen – schließlich war der Vater des Gründers ein Großherzoglich Hessischer Beamter. Nach dem bedeutendsten Besucher ist ein eigenes Zimmer benannt: 1870 logierte Otto von Bismarck in einem repräsentativen Zimmer mit einzigartigem Blick über die Stadt. „Ihm hat der moussierende Wein sehr zugesagt“, verrät Löhr. Caroline Eva Gerner




















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