Junge Union wirft in Linz mit Schokotalern und trifft Kurt Beck
Linz - Die Junge Union im Kreis Neuwied macht sich im Landtagswahlkampf keine Freunde: Nachdem eine Gruppe von JU-Mitgliedern am Wochenende Ministerpräsident Kurt Beck im Vorfeld einer Wahlkampfveranstaltung in Linz mit Schokotalern beworfen hat, hagelt es jetzt Kritik.
Peinlich: Zur JU-Gruppe gehörte auch Ellen Demuth, 28-jährige Spitzenkandidatin der CDU für den Wahlkreis Linz/Rengsdorf. „Ein demaskierender Vorfall“, schimpft die Vorsitzende des SPD-Stadtverbands Linz, Gezina Stuip. „Er zeigt Unreife!“ Die Junge Union hat inzwischen den Vorfall bedauert und sich bei Kurt Beck entschuldgt.
„Ich finde das überhaupt nicht komisch“
Kurt Beck selbst war nach der unliebsamen Talerdusche sichtbar erbost. „Man weiß doch nicht, was einem da im Dunkeln ins Gesicht fliegt“, sagte er der Rhein-Zeitung. Als harmlosen Scherz wollte der Ministerpräsident die Süßigkeitenattacke nicht verstanden wissen. „Ich finde das überhaupt nicht komisch“, wetterte er. Seinen Parteigenossen, die Beck vor der Linzer Stadthalle in Empfang nahmen, brummte Beck nur zu: „Sie haben’s halt nicht besser gelernt.“
Als Kurt Beck aus dem Auto stieg, hagelte es Schokotaler
Die Gruppe von etwa zehn JU-Mitgliedern hatten den Mainzer Regierungschef vor dem Gebäude abgepasst – in Kartoffelsäcke gehüllt und „König Kurt, König Kurt“ skandierend. Als Wortführer trat ein junger Mann auf, der mit Krone, Umhang, und Kurt-Beck-Maske einen großen Symbolschlüssel für das Schlosshotel schwang. Auf Plakaten prangerte die Gruppe auch andere Fehler des „Systems Beck“ wie Nürburgring oder Justizskandal an. Die Schokotaler flogen schließlich, als Beck aus dem Auto stieg und zum Eingang der Stadthalle ging.
SPD rügt die Taleraktion
In einem offenen Brief an den CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel hat der SPD-Kreisverband Neuwied das Verhalten der Jungen Union gerügt. Der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Fredi Winter fordert seinen Unionskollegen dazu auf, den „Umtrieben“ ein Ende zu machen. Er nennt den Vorfall eine „unüberlegte, gefährliche Spontiaktion“ und mahnt eine Rückkehr zur „Achtung vor dem politischen Gegner“ an.
SPD kritisiert Teilnahme von Landtagskandidatin Demuth




















Diesen Artikel versenden