Jäger stirbt nach Hornissenstich
Von unserem Redakteur Franz Erpeldinger
Cochem. Er will in Ruhe in einem Eifel-Revier seiner Passion, der Jagd, nachgehen. Doch dazu kommt es für einen niederländischen Jagdgast nicht mehr. Am Fuße des Hochsitzes, den er erklimmen möchte, wird er von einer Hornisse in die linke Wange gestochen. Per Handy alarmiert er einen Bekannten, der ihn ins Krankenhaus bringen will. Im Auto aber verliert der Niederländer das Bewusstsein. Der Helfer verständigt die Polizei.
Wenig später ist ein Polizist zur Stelle. Ihm und einer zufällig vorbei kommenden Arzthelferin aus einem Eifel-ort gelingt es, den Jäger zu reanimieren. Inzwischen ist auch der alarmierte Rettungshubschrauber eingetroffen und fliegt den Verletzten ins nahe Cochemer Krankenhaus.
Dort versagt dem Opfer im Laufe der Nacht nach Informationen unserer Zeit ein Organ nach dem anderen. Trotz intensivster Bemühungen der Ärzte verstirbt der Jäger am Mittwochmorgen.
Warum der Mann so heftig auf den Hornissenstich reagierte, wird derzeit untersucht. Dazu wurden die Krankenakten des Opfers aus den Niederlanden angefordert. Noch steht nicht fest, ob er an einer Herzkrankheit litt oder schon wegen allergischer Reaktionen behandelt wurde.
Nach Auskunft des Biologen Alfred Schulz vom Fachzentrum für Bienen und Imkerei in Mayen ist ein Hornissenstich hinsichtlich der Giftmenge und der damit verbundenen Giftwirkung mit einem Bienen- oder Wespenstich vergleichbar. Die Folgen eines Hornissenstiches sind individuell jedoch sehr unterschiedlich. Bei Menschen mit allergischen Erkrankungen kann dies bis zu einem anaphylaktischen Schock führen, so der Biologe. Ihnen rät er, in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten ein spezielles Notfallset mitzuführen mit Medikamenten, die bei einem Insektenstich sofort angewendet werden können.
Die unter Naturschutz stehenden Hornissen sind jedoch keine aggressiven Tiere. Sie stechen nur, wenn sie sich bedroht führen. Das insbesondere dann, wenn Erschütterungen auf ihr Nest, das die Größe eines Fußballs erreichen kann, einwirken.
Da Hornissen warme, trockene und etwas höher gelegene Orte zum Nestbau bevorzugen, sind Hochsitze häufig von diesen Insekten belagert. Sie benutzen das trockene Holz, um es mit Speichel vermischt zu Waben und Kugelnestern auszubauen.




















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