Internetbrunnen bringen das Netz zum Sprudeln
Später sollen einige der Brunnen mit Solaranlage ausgestattet werden, die Strom für die eigene Versorgung liefern und zusätzlich die Möglichkeit geben, mobile Geräte auch mit neuem Strom aufzutanken. Und drohender Vandalismus? Boerger hofft, dass die umliegenden Anwohner ein Auge auf den Brunnen haben, der sie mit einem günstigen Netzzugang versorgt.
Rechtliche Probleme sieht er zunächst keine, auch wenn nach dem W-LAN-Urteil des BGH Anbieter für illegale Aktivitäten in ihrem öffentlichen Funknetz verantwortlich gemacht werden können. "Das BGH-Urteil ist bislang nur auf Privatpersonen übertragbar", erklärt der Mainzer Anwalt Stephan Schmidt: "So lange es hier kein gegenteiliges Urteil gibt, ist der Verein erstmal sicher."
Losgehen soll es mit dem ersten Brunnen in ein bis zwei Monaten. Allerdings gab es am Wochenende schon einen ersten Testlauf. Während des "Peng findet Stadt" Festivals wurde ein erster Prototyp auf den Rathausplateau aufgestellt und ausprobiert. Alles hat funktioniert, der erste Brunnen konnte alle Gäste stabil mit Internet versorgen. Bis zu 15 Leute surften gleichzeitig. Die Geschwindigkeit reichte aus, um auch Videos und Fotos auf Facebook hochzuladen. Warf jemand wieder Geld in den gestalteten Brunnen stieß er weißen Rauch und frisches Internet aus.
Weitere Informationen unter Internetbrunnen.de, oder bei Twitter @internetbrunnen.
Jannis Kucharz




















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