Archiv: Ursula und Curt Müller ("Nazi-Müller") und der Verein HNG
Mainz - Die 1. Vorsitzende des 1979 gegründeten Vereins ist die Mainzerin Ursula Müller. Ihr Mann Curt Müller gehörte in den achtziger und neunziger Jahren zu den bedeutenden Mitgliedern der Szene.
Bis zu deren Verbot 1993 beteiligten sich teilweise bis zu 350 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet an den "Sonnwend- und Hitlergeburtstagsfeiern" auf dem Anwesen in Gonsenheim, wie es im Verfassungsschutzbericht heißt. Dann wurden die Feiern verboten.
"Walhalla"-Scheune brannte 1988 nieder
Auf dem Gelände der Gärtnerei brannte 1988 nach Brandstiftung eine zu „Walhalla" umgebaute Scheune nieder, die als Treffpunkt und Planungsort für konspirative Aktionen der Mainzer Neonaziszene galt. Treffen gab es dort weiterhin.
Ursula Müller: "gegen das Imperium der Lüge"
Zu Debatten über ein Verbot der HNG hatte Ursula Müller 2009 in einem Interview mit dem NPD-Parteiorgan Deutsche Stimme erklärt, die Diskussionen seien auf „Gesinnungsinquisitions-Beamte" zurückzuführen, die vorauseilend alle und jeden verfolgen.
Überschrift des Interviews war ihre Aussage "Unser Leben sei Einsatz, Opfer und Pflicht", ihre Arbeit sieht sie als "gewaltlosen Widerstandes gegen das Imperium der Lüge". In dem Interview hatte sie dem Bericht zufolge vor allem an „Schreiberinnen" appelliert, die "politisch Verfolgten der Demokratie" nicht zu vergessen: „Auf diesem Gebiet wäre eine Verstärkung wünschenswert."
Verein unterstützt „Notwehr" bei „Verteidigung gegen Gewalttaten vonseiten Volks- und Raumfremder"
"Auf einen Brief des Vereins könne hoffen, so erklärte sie, wer sich „für das Lebensrecht des deutschen Volkes, für die Freiheit der Meinungsäußerung laut GG oder für die Einhaltung der geltenden Gesetzes" einsetze. Den Widerspruch, wie die Schützlinge bei der Einhaltung geltender Gesetze zu Gefangenen werden konnten, erklärt der Verein mit „Notwehr" bei der „Verteidigung gegen Gewalttaten vonseiten Volks- und Raumfremder".
FDP für Verbot wegen "Rolle als Integrations- und Vernetzungsfaktor in der rechtsextremistischen Szene"
Bereits im Juni 2009 hatte die FDP-Bundestagsfraktion beantragt, den Verein zu verbieten. In der Begründung hieß es, dem Verein komme "in erster Linie eine Rolle als Integrations- und Vernetzungsfaktor in der rechtsextremistischen Szene zu". Er sorge an unauffälliger aber gefährlicher Stelle für eine nachhaltige Stabilität.




















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