Zugunglück: So entwickete sich die Nachrichtenlage
St.Goar - Wegen Gerölls auf den Schienen ist auf der linksrheinischen Bahnstrecke am Mittelrhein ein Zug entgleist. Der Lokführer wurde schwer verletzt, mindestens vier weitere Fahrgäste leicht. Im Zugverkehr kommt es zu erheblichen Verzögerungen.
Der Unfall passierte bei Bahnkilometer 123,8 an der Einmündung Gründelbachtal in St..Goar. Der Triebkopf sowie die ersten drei Waggons sind aus den Schienen gesprungen und stehen quer zu den Gleisen. Zumindest der Lokführer ist verletzt. Über weitere Verletzte kann die Polizei derzeit noch keine Angaben machen. Rettungskräfte, Feuerwehr und Hubschrauber sind vor Ort im Einsatz. Der Bahnverkehr wird über die andere Rheinseite umgeleitet.
Offenbar hatte es nach den heftigen Regenfällen einen Erdrutsch gegeben. Auch die Bundesstraße B9 ist gesperrt. Bei dem Zug dürfte es sich um einen IC auf der Fahrt nach Stuttgart gehandelt haben.
Auch der Rettungshubschauber des ADAC ist gelandet. An der Unglücksstelle wimmelt es von Einsatzfahrzeugen. Wegen der zum Teil schwer zugänglichen Lage wurden einige Fahrgäste des Zuges mit Drehleitern der Feuerwehr gerettet. Es gab auch Befürchtungen, Waggons könnten umkippen. Inzwischen treffen erste Busse ein, die Fahrgäste mit ihrem Gepäck einladen und zunächst nach St. Goar fahren sollen.
Update: Soeben hat ein Feuerwehrsprecher bestätigt, dass der Lokführer schwer verletzt worden ist. Vier weitere Fahrgäste wurden verletzt. Im Zug waren 800 Fahrgäste.
Update: Das Geröll liegt unter dem fünften Wagen. Fahrgäste berichten, dass es einen Schlag gegeben hat, der den Zug stark abgebremst hat. Der Zug sei aber noch ein Stück gefahren, bis er zum Stillstand kam.
Update: Ein Fahrgast berichtet, dass das erste Abteil abgesperrt war. Die Rettungskräfte seien "extrem schnell" an der Unglücksstelle gewesen. An Bord des Zuges waren auch Polizisten, die die Lage beruhigt hätten. Sehr schnell sei über Lautsprecherdurchsage gefragt worden, ob medzinisches Personl zur Versorgung des Lokführers an Bord ist.
Update: Die Nachrichtenagentur dpa berichtet von 250 Fahrgästen. Die Zahl kommt unserem Reporter an der Unglücksstelle, der dort die Zahl 800 genannt bekommen hatte, auch realistischer vor.
Update: Es gab noch mehr Leichtverletzte, die Zahl ist unklar. Ursache in der Regel: Die Reisenden wurden von herabfallendem Gepäck getroffen, deshalb haben viele auch Beulen. Einige Zugreisende hatten Fahrräder dabei, die hat das THW inzwischen aus dem Zug geholt und an den Sammelpunkt gebracht.
Update: Die Bahn registriert alle Mitreisenden, unser Reporter vor Ort war zufällig dabei, als Fahrgast Nummer 500 registriert wurde - und etliche waren da noch nicht an der Reihe gewesen. Die höhere Zahl von 800 Reisenden ist also realistisch. Alle Reisenden erhielten die Nummern auch noch auf ihre Hand geschrieben. "Das läuft alles sehr, sehr geordnet ab", so der Kollege.





















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