Gemünden: Hunsrücker Landadel heiratet standesgemäß
Gemünden - Wenn der Adel heiratet, laufen die Fernseher. Als kürzlich Kronprinzessin Victoria von Schweden ihrem Wunsch-Prinzen und früheren Fitnesstrainer Daniel Westling das Ja-Wort gab, schaute die ganze Welt zu. Bescheidener, aber dennoch standesgemäß geht es zu, wenn im Hunsrück der Landadel Hochzeit feiert. Seit 48 Jahren die erste Vermählung gab es nun auf Schloss Gemünden: llona von Salis heiratete den Theologie-Doktoranten Paul Schiebe.
Im Hunsrückdom zu Ravengiersburg sagten sie am Samstagmittag ja zueinander: Ilona, Freiin von Salis-Soglio, und Paul Schiebe. Die ökumenische Trauung zelebrierten Pfarrer Dr. Matthias Kloft und Pfarrer Dr. Sunny Panitz. Trauzeugen waren Clemens Graf von Arnim, Dr. Nikolaus Correll, Julia von Groote und Flaminia Gräfin Wolff-Metternich. Die Namen der Ministranten lesen sich nicht minder nobel: Benedikt Freiherr von Boeselager, Johanna Cordes, Hubertus Freiherr von Elverfeldt und Paulina Freiin von Elverfeldt. Zu den Klängen von Suite in D-Dur Ouvertüre – Marsch für Orgel und Trompete von Georg Friedrich Händel zog das Brautpaar in den Dom ein. Bei allem Glamour, den eine Hochzeit bei Hofe versprüht, hat sich die Braut ihre Natürlichkeit bewahrt. „Standesgemäß“ ließen sich die frisch Vermählten auch nicht in einer Hochzeitskutsche mit sechs edlen Schimmeln chauffieren, sondern wählte eine Reminiszenz an die Waldverbundenheit derer von Salis-Soglio: In einem in den Farben Gelb und Grün geschmückten Pickup-Geländewagen genehmigte man sich nach der Zeremonie zunächst ein Glas Champagner bevor man über die Felder des Hunsrücks das Gemündener Schloss ansteuerte, wo die Festgesellschaft sehnsüchtig auf das Brautpaar wartete. Dort ertönten zur Begrüßung Böllerschüsse von den Zinnen, und ein rundum glücklich aussehendes Paar schritt fröhlich über den Kiesweg des ehrwürdigen Hunsrücker Adelssitzes, begleitet von schmissigen Bläserklängen der Gräfenbachmusikanten aus Wallhausen. Damit war der Hochzeitsempfang eröffnet. Lesen Sie mehr dazu in der Montagsausgabe der Rhein-Hunsrück-Zeitung.




















Diesen Artikel versenden