Geliebte Haustiere werden immer öfter bestattet
In der Region MAINZ gibt es einen Tierfriedhof mit etwa 250 Gräbern, berichtet Elena Eichinger vom Tierschutzverein. Monatlich fänden zwei bis drei Beerdigungen statt. Kleintiere, Katzen und Hunde finden auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe, wobei es bei großen Tieren problematisch werden kann. "Doggen kriegen wir noch rein, aber bei größeren Hunden wird es schon schwieriger", sagt sie. Mindestens drei Jahre müssen Herrchen oder Frauchen Vereinsmitglieder sein, um ein Anrecht auf ein Tiergrab zu haben.
Die Pacht für die ersten drei Jahre kostet 155 Euro, dazu kommt der Mitgliedsbeitrag von 30 Euro im Jahr. Viele lassen für die letzte Ruhe ihrer Lieblinge durchaus etwas springen. Anstatt im Pappkarton werden nicht wenige Tiere in kleinen, extra angefertigten Särgen beerdigt. "Da wird oftmals noch das Lieblingsspielzeug oder die Kuscheldecke mit reingelegt", sagt Tierschützerin Eichinger. Die Gräber werden mit Blumen bepflanzt und mit Grabsteinen oder Kreuzen geschmückt.
Nach Ansicht des Vorsitzenden des Deutschen Tierschutzbundes in Rheinland-Pfalz, Andreas Lindig, sollten sich Tierfriedhöfe optisch von Menschenfriedhöfen unterscheiden. Als "Stätte des Abschieds" von liebgewonnenen Haustieren reichten Grabplatte, Bepflanzung und ein Bild völlig aus, sagt Lindig in TRIER. Mit dem in ein Tuch oder eine Decke gewickelten Kadaver könne noch das Lieblings-Plüschtier oder ein Knochen mit eingelassen werden. Kreuze, Engel oder riesige Figuren auf den Gräbern lehne er aber ab.
Auch Särge für tote Tiere finde er nicht gut. Bei manchen Anbietern habe man den Eindruck, "dass diese Särge mehr oder weniger Geldmacherei sind", sagt Lindig, der auch das Tierheim Trier leitet. Oft seien die Särge aus minderwertigem Material, das "aufgepeppt" werde. Wie bei jeder Dienstleistung liege es am Verbraucher, die Angebote "zu checken".
Der Tierschutzverein Trier betreibt am Trierer Tierheim seit vier Jahren auch einen Tierfriedhof. Mit rund 80 Plätzen sei die Hälfte schon belegt, sagte Lindig. Überwiegend seien dort Hunde und Katzen, aber auch ein paar Kleintiere bestattet. Auch hier müssten Tierliebhaber manchmal "gebremst" werden. "Die Leute sind manchmal doch sehr emotional dabei", sagt Lindig. "Riesige Aufbauten" auf den Gräbern würden aber nicht erlaubt.




















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