Formel 1: Ring bleibt im Rennen - Ecclestone verhandelt
Rheinland-Pfalz. Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone verhandelt zwar inzwischen auch mit Hockenheim, aber für den Nürburgring ist noch nichts verloren. Sanierungsgeschäftsführer Thomas B. Schmidt und Sachwalter Jens Lieser hoffen weiter, dass das Rennen 2013 auf dem Eifelkurs starten kann.
„Diese Möglichkeit ist nicht vom Tisch“, erklärte Pietro Nuvoloni, der Sprecher der Sanierungsexperten am Nürburgring, unserer Zeitung. Die Tatsache, dass Ecclestone auch mit den Verantwortlichen am Hockenheimring spricht, hält er für normales Geschäftsgebaren. Die „Wirtschaftswoche“ hatte jüngst über die Doppelstrategie des Formel-1-Bosses berichtet. Seit Monaten verhandeln die privaten Pächter am Nürburgring über die Zukunft der Formel 1. Dazu haben sie mehrere Gespräche direkt mit Ecclestone geführt.
Bislang hat der Automobilweltverband FIA allerdings nur den 14. Juli 2013 als Termin für das deutsche Rennen festgelegt. Der Austragungsort ist noch offen. Es wurde bereits mehrfach gemutmaßt, dass Ecclestone aufgrund des Insolvenzverfahrens am Nürburgring nach Hockenheim ausweichen könnte. Die Tatsache, dass im Eifel-Rennkalender derzeit der Truck-Grand-Prix auf den 14. Juli terminiert wurde, kann indes nicht als Vorentscheidung gegen das Formel-1-Rennen am Ring gewertet werden. Dieser Termin ist problemlos zu ändern, heißt es. Angeblich sind die Formel-1-Verhandlungen auf der Zielgeraden.
In den nächsten Tagen stehen zwei weitere Entscheidungen an. Das Amtsgericht Bad Neuenahr-Ahrweiler legt fest, ob am Nürburgring das Insolvenzverfahren in Eigenregie eröffnet werden kann. Dieses Verfahren gilt als sanfterer Weg, um ein Unternehmen zu retten. Zugleich laufen die Gespräche mit der privaten Nürburgring Automotive GmbH (NAG) über die anvisierte Rückgabe der Ring-Immobilien.
Von unserem Redakteur Dietmar Brück




















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