Fall Anna: Pflegeeltern weiter in Haft - Bonner Oberstaatsanwalt bis Ende August in Urlaub
Königswinter/Bad Honnef. Auch knapp drei Wochen nach dem gewaltsamen Tod des neunjährigen Pflegekinds Anna gibt die Bonner Staatsanwaltschaft keine neuen Informationen. Die Behörde teilte der RZ auf Nachfrage mit, die Ermittlungen dauerten an.
Mit der Bekanntgabe von weiteren Ermittlungsergebnissen ist offenbar Ende des Monats zu rechnen. Dann, so heißt es, kehrt Oberstaatsanwalt Robin Faßbender aus seinem Urlaub zurück. Der Fall Anna fällt in Faßbenders Zuständigkeit. Bis dahin gibt es lediglich die Bestätigung, dass die beiden Pflegeeltern weiterhin in Untersuchungshaft bleiben. Aufgrund entsprechender Strafanzeigen ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen die beiden Jugendämter in Bad Honnef und Königswinter. Zwischenzeitlich ist auch Königswinters Bürgermeister Peter Wirtz angezeigt worden.
Wie berichtet, war die neunjährige Anna Ende Juli in Bad Honnef bewusstlos in der Badewanne aufgefunden worden. Der Pflegevater hatte später zugegeben, das Mädchen unter Wasser gedrückt zu haben. Außerdem räumte er ein, das Kind immer wieder mit Klebeband gefesselt zu haben, wenn es bockig gewesen sei. Anna soll autoaggressiv gewesen sein; das haben laut Staatsanwaltschaft Ärzte bestätigt.
Unterdessen bereiten die beiden Kirchengemeinden in Königswinter einen ökumenischen Gedenkgottesdienst vor. Er soll am Dienstag, 31. August, um 17 Uhr in der Kirche Maria Königin des Friedens im Schulzentrum der Königswinterer Altstadt stattfinden.




















Diesen Artikel versenden