Ex-Aufsichtsrat: Ecclestone machte kein Spar-Angebot für Nürburgring
Nürburg - Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Nürburgring GmbH, Ernst Schwanhold, hat Berichte über ein günstiges Angebot von Formel 1-Chef Bernie Ecclestone für Rennen am Nürburgring zurückgewiesen.
"Es gab entgegen diesen Darstellungen kein Angebot von Bernie Ecclestone an die Nürburgring GmbH", teilte er am Samstag in Nürburg in der Eifel mit. In Aufsichtsratsunterlagen seien lediglich Überlegungen der Geschäftsführung wiedergegeben. Die "Allgemeine Zeitung" hatte berichtet, dass der damalige Ring-Geschäftsführer Walter Kafitz dem Aufsichtsrat der größtenteils landeseigenen Nürburgring GmbH am 25. August 2009 das Angebot von Formel 1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone mit Konditionen ähnlich denen des Hockenheim-Rings vorgestellt habe. Auf die Chance sei verzichtet worden. Nach den Worten von Schwanhold war die damalige Geschäftsführung ausdrücklich nicht zu Verhandlung über Formel 1-Rennen autorisiert.
In einem Vermerk an den damaligen Aufsichtsrat heißt es nach Angaben der "Allgemeine Zeitung" über das Angebot: "Dadurch würde sich das finanzielle Risiko der Nürburgring GmbH pro Veranstaltung um Euro 5,0 Mio. senken, so dass, auf zwei Jahre gesehen, die Ausrichtung kostenneutral wäre." Das Gremium habe die Frist von zwei Wochen aber verstreichen lassen. Das Ergebnis für Ecclestone lag dem Papier zufolge bei 12,8 Millionen Euro. Voraussetzung war demnach, dass die Formel 1 ab 2010 jährlich in der Eifel startet.
Der Hockenheimring hatte 2010 wieder einen Gewinn mit der Formel 1 eingefahren. Die private Nürburgring Automotive GmbH verhandelt derzeit mit Ecclestone über die Zukunft der Rennen in der Eifel.




















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