Die Evakuierung am 4.12.: Antworten auf die wichtigsten Fragen
Koblenz - Die Stadt Koblenz bereitet sich auf die größte Evakuierungsaktion ihrer Geschichte vor: Wegen der Entschärfung der im Rhein bei Pfaffendorf liegenden Luftmine - in deren direkter Nähe nach einem Kontrollflug am Donnerstag noch eine weitere Bombe und ein Nebelfass hinzugekommen sind - müssen am Sonntag, 4. Dezember, 45.000 Koblenzer ihre Wohnungen verlassen. Hier beantwortet die Rhein-Zeitung alle wichtigen Fragen rund um den gigantischen Einsatz.
Quelle: Feuerwehr Koblenz, Rhein-Zeitung
Wer ist von der Evakuierung betroffen?
Wirklich fast halb Koblenz. Große Teile der Altstadt, der Goldgrube, die komplette Innenstadt und südliche Vorstadt, das Oberwerth und große Teile der Karthause, Asterstein, Pfaffendorf, die Pfaffendorfer Höhe, große Teile von Horchheim und die Horchheimer Höhe sind betroffen. Hier ist eine Karte mit dem genauen Evakuierungsgebiet als PDF zu finden. Dort kann jeder nachschauen, ob seine Straße geräumt wird. Viele wichtige Infos gibt es auch in unserem Artikel zur Bombe in Koblenz und zur größten Evakuierung in der Geschichte der Stadt.
Wo kann ich Fragen loswerden?
Für die Bürger ist ein Info-Telefon geschaltet: Telefon 0261/404 04 10 und 404 04 20.
Wann muss ich aus der Wohnung draußen sein?
Um 9 Uhr soll der Evakuierungsbereich leer sein. Danach beginnen unmittelbar die Kontrollen. Dann sind auch die Verkehrswege (Straßen, Brücken, Bahnhöfe) gesperrt.
Wann kann ich wieder zurück in meine Wohnung?Das ist noch nicht zu beantworten. Die eigentliche Entschärfung soll um 15 Uhr beginnen. Wann sie beendet ist, wird sich zeigen. Sobald das Evakuierungsgebiet wieder offen ist, informieren wir auf Rhein-Zeitung.de. Nutzer des Internetdienstes Twitter sollten dem Account der Koblenzer Redaktion folgen.
Muss ich wirklich raus?
Ja. Es gibt keine Ausnahmen - schließlich werden sogar Krankenhäuser und Altenheime sowie die Justizvollzugsanstalt auf der Karthause geräumt. Wer sich versteckt oder weigert, muss damit rechnen, von den Ordnungskräften aufgegriffen zu werden. Lauftrupps werden von Tür zu Tür gehen, um sicherzugehen, dass niemand zu Hause bleibt. Kostenlose Sonderbuslinien bringen die Menschen aus dem Sperrbezirk (siehe unten: Wo werden Notunterkünfte eingerichtet).
Warum ist das Evakuierungsgebiet so groß?Die Bombe hat eine gewaltige Sprengkraft. Die Luftminen zählen zu den gefährlichsten Waffen, die im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden. Man geht davon aus, dass sie noch immer hochgehen kann - deshalb ist Vorsicht angesagt. Details zur Bombe gibt es auch in der Mitteilung der Feuerwehr Koblenz zum Bombenfund und zur Evakuierung.
Gibt es Sammelpunke, an denen man sich die Zeit über aufhalten kann?
Ja, die werden in sieben Schulen eingerichtet (siehe Notunterkünfte). Außerdem fahren ab 6.30 Uhr fünf Sonderbuslinien, um die Menschen zu befördern, die kein eigenes Auto haben. Der Service ist kostenlos (siehe Notunterkünfte).






















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