Daniel Köbler: Rheinland-pfälzische Grüne wollen die Einheitsschule
Die rheinland-pfälzischen Grünen streben mittelfristig „eine Schule für alle“ an. Nach Überzeugung des kleinen Koalitionspartners in der rot-grünen Landesregierung ist auf diese Weise am ehesten gewährleistet, dass alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Bildungschancen haben.
Das sagte Fraktionschef Daniel Köbler im Gespräch mit der Rhein-Zeitung. „Wir Grünen sind davon überzeugt, dass wir dieses bildungspolitische Ziel an denjenigen Schulen am besten umsetzen können, wo Kinder und Jugendliche gemeinsam lernen.“
Die rheinland-pfälzische CDU hatte vor allem im Landtagswahlkampf stets davor gewarnt, dass Rot-Grün am Ende die Einheitsschule anstrebt. Vor allem die SPD hatte dem vehement widersprochen. Mit dem Bekenntnis der Grünen zur gemeinsamen Schule für alle rheinland-pfälzischen Kinder und Jugendliche dürfte der bildungspolitische Konflikt erneut aufflammen.
Die Ökopartei will sich im neuen Jahr stärker in die Bildungspolitik einmischen. Fraktionschef Köbler kündigte gegenüber der Rhein-Zeitung an, dass die Ökopartei die Integration behinderter Menschen ins allgemeine Schul- und Bildungssystem (Inklusion) vorantreiben will. „An dieser Stelle müssen wir noch ein ganzes Stück vorankommen“, betonte der Fraktionschef. Die Grünen wollen deutlich mehr „integrierte Gesamtschulen und Inklusive Schulformen“ in Rheinland-Pfalz.
Beim Thema Formel-1-Zuschüsse sind die Grünen weiter auf Konfrontationskurs zur SPD. Im Gegensatz zu den Sozialdemokraten beharren sie darauf, dass bis Ende 2013 kein Cent an Landesgeldern für das Rennspektakel am Nürburgring fließt. Köbler zu unserer Zeitung: „Wir haben die Schuldenbremse zu erfüllen. Davon sind auch Investitionen am Nürburgring und für die Formel 1 betroffen.“
Von Dietmar Brück




















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