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CDU: Ringbetreiber drohen mit Insolvenz

Mainz - Die Privatbetreiber des kriselnden Nürburgrings drohen nach Darstellung der CDU dem Betriebsrat mit der Insolvenz. Dieser solle damit unter Druck gesetzt werden, bei den Verhandlungen über umfangreiche Stellenstreichungen zum raschen Ende zu kommen.

Das sagte der rheinland-pfälzische CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Licht am Dienstag am Rande des Innenausschusses in Mainz. Mit Blick auf die Betreiber ergänzte er: "Sie müssen jeden Monat rund eine Million Euro an Gehältern zahlen."

Der Sprecher der privaten Nürburgring Automotive GmbH (NAG), Karl-Heinz Steinkühler, wies den Vorwurf der Pleitedrohung zurück: "Alles Unsinn."

Schlussabrechnungen zurückgezogen

Im Innenausschuss hatte Infrastruktur-Staatssekretär Jürgen Häfner (SPD) gesagt, die NAG habe ihre Schlussabrechnung des letzten Formel-1-Rennens nach Beanstandungen der größtenteils landeseigenen Nürburgring GmbH zurückgezogen und überarbeite sie nun.

Dabei gehe es um die Zuordnung von Provisionen und Bearbeitungsgebühren, offene Fragen zu Kartenkontingenten und die Erfassung nachträglicher Umsätze.

CDU-Parlamentarier Licht nannte dies "eine Ohrfeige für die NAG". Häfner sagte zudem, der Jahresabschluss 2010 der NAG liege immer noch nicht vor. Laut Licht verstößt dies gegen Vorschriften.

Kundgebung geplant

Staatssekretär Häfner kündigte an, Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) werde an diesem Sonntag an einem "Familientag" der Gewerkschaft Verdi an der Rennstrecke teilnehmen. Licht zufolge ist dort eine Kundgebung geplant.

Laut NAG-Sprecher Steinkühler gibt es indes noch keine Genehmigung dafür. Die Betreiber wollen am Ring wegen der Besucherflaute beim riesigen Freizeitpark rund 140 Stellen abbauen. Verdi fürchtet sogar, dass es bis zu 173 sein könnten.

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