Bischof von Limburg betont Bedeutung des Zivildienstes
Westerwaldkreis. Der Zivildienst hat nach Einschätzung von Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst eine wichtige Signalwirkung für unsere Gesellschaft.
Der Zivildienst zeichne sich durch drei Aspekte besonders aus, so der Bischof: Zum einen leisten Zivildienstleistende einen Dienst für andere. Sie übten eine Grundsolidarität ein, die für den Staat immens wichtig sei. „Diese Grundsolidarität darf nicht verlorengehen“, so Tebartz-van Elst. Der Zivildienst sei auch für die persönliche Orientierung vieler junger Männer wichtig. Er biete die Chance, sich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren und mit den gemachten Erfahrungen die eigene Berufswahl in den Blick zu nehmen. Der Zivildienst vermittle nicht nur fachspezifisches Wissen, sondern sei auch für die eigene Persönlichkeitsentwicklung wichtig.
Angesichts der aktuellen Diskussion um die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland geht es auch um die Zukunft des Zivildienstes. Torsten Gunnemann vom Caritasverbandes für die Diözese Limburg schlägt vor diesem Hintergrund Alarm. "Schon heute zeichnet sich in vielen sozialen Bereichen ein Fachkräftemangel ab", so Gunnemann. "Der Zivildienst oder auch das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) sind für viele junge Menschen der Impuls dafür, eine Ausbildung in der Pflege oder in anderen sozialen Arbeitsfeldern zu absolvieren oder sogar ein Studium im sozialen Bereich zu beginnen."
Im Bistum Limburg kümmert sich die Arbeitsstelle Soziale Dienste jährlich um etwa 600 junge Menschen, die in der Diözese Zivildienst oder einen sozialen Dienst leisten. Bundesweit leisten etwa 86000 junge Männer im Jahr Zivildienst, davon etwa 29000 in Einrichtungen von Kirche, Caritas und Diakonie.













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