Windpark in Kempenich: Rat ist offen für Pläne
Kempenich - Nach der Kernkraftkatastrophe in Japan stehen mehr denn je die Ampeln auf Grün für erneuerbare Energien. Für das obere Brohltal kommen in erster Linie Windkraftanlagen infrage. Weibern ist bereits vor vielen Jahren auf den Zug aufgesprungen, Kempenich will jetzt ebenfalls günstiges Windkraftpotenzial nutzen. Gedacht ist an einen gemeinsamen Windpark im Bereich Weiberner Wald und Wolfskaul.
Ein interkommunales Projekt hätte den Vorteil, dass bei optimaler Standortwahl eine möglichst hohe Energieausbeute erreichbar wäre. „Im Gemeinderat herrscht bei dieser Frage Geschlossenheit und Einigkeit. Alle Fraktionen stehen dem Vorhaben offen und sehr interessiert gegenüber“, gibt Kempenichs Ortsbürgermeister Stefan Friedsam das Ergebnis einer nichtöffentlichen Sitzung wieder, bei der die Verbandsgemeindeverwaltung beratend zur Seite stand.
„Das weitere Vorgehen in Sachen Windenergie wird ab sofort auch im öffentlichen Teil der Ratssitzungen behandelt. Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist ausdrücklich erwünscht“, so Friedsam. Zwischenzeitlich wurden Gespräche mit der Ortsgemeinde Weibern geführt, wo bereits seit Jahren Windkraftanlagen betrieben werden. Weibern will in jedem Fall weitere Anlagen errichten.
Zwischenzeitlich haben mehrere Betreiber von Windkraftanlagen auch bei der Ortsgemeinde Kempenich Angebote abgegeben. Die vorgesehenen Flächen liegen allesamt im Gemeindewald. Spätere Einnahmen kämen somit den Bürgern zugute. Das würde der Umwelt und auch den angeschlagenen Gemeindehaushalten in Weibern und Kempenich auf Dauer helfen.
Ob die Anlagen genehmigungsfähig sind, ist derzeit noch unklar. Der Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde darf solchen Vorhaben nicht entgegenstehen. Wenn diese Hürde genommen ist, sind intensive und zeitaufwendige Untersuchungen hinsichtlich der Beeinträchtigungen erforderlich. Insbesondere die Themen Landschaftsschutz und Vogelschutz müssen intensiv geprüft werden.












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