Maibachfarm bemüht sich wieder um Positiv-Image
Bad Neuenahr-Ahrweiler - Das Bild von der Maibachfarm war in der öffentlichen Wahrnehmung zuletzt nicht immer das beste. Das solle sich nun grundlegend ändern.
Seit dem 1. Februar arbeitet Weinbautechniker Reinhold Kurth daran, aus der Maibachfarm wieder ein ganz normales Weingut zu machen. „Wir sind froh, dass wir im Ahrtal wieder akzeptiert werden“ sagt der Geschäftsführer, der auf der Maibachfarm für den Bereich Weinbau zuständig ist.
Man habe in den vergangenen Monaten an Winzerkollegen einige Grundstücke verkauft und auch Flächen getauscht. Kurth: „Wir wollen uns als Maibachfarm nicht mehr ausklinken, sondern mit den Kollegen zusammenarbeiten.“
In den Vorjahren hatte sich die Maibachfarm bei den Winzern der Region nach Kräften unbeliebt gemacht, sich mit Arroganz und Kapital ausgebreitet und ohne Rücksicht auf Verluste gewirtschaftet. Im Stadtwald oberhalb vom Ahrweiler Calvarienberg entstanden aus feinstem Material Gebäude nach allen Regeln der ökologischen Bautechnologie. Gastronomieräume, eine Käserei samt Schweizer Käsemeister, ein großer komfortabler Stall für mehrere Hundert Schafe. Aus dem einfachen Ausflugslokal Hühnerfarm war eine gigantische Luxusanlage geworden, wo man anscheinend ohne Rücksicht auf betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten agieren konnte.
Nun steht Kurth vor der Herausforderungen, aus der Geldvernichtungsmaschine Maibachfarm wieder einen profitablen Betrieb zu machen. Und dabei liegt dem Bachemer viel daran, die Maibachfarm wieder zu einem gern besuchten Ort für Ausflügler zu machen. Durch staatsanwaltliche Betrugsermittlungen und allerlei Skandalgeschichten in jüngster Vergangenheit hatte die Maibachfarm auch in der Bevölkerung ein Negativ-Image bekommen, dem der neue Geschäftsführer nun nach Kräften entgegenwirken will.
Und er möchte es schaffen, dass der Betrieb statt roter endlich wieder schwarze Zahlen schreibt. Auf den neuneinhalb Hektar Rebfläche wird die Maibachfarm weiterhin Öko-Wein produzieren. Derzeit arbeitet Kurth daran, den Vertrieb neu zu organisieren.
Mehr zur Maibachfarm lesen Sie in der Donnerstagausgabe der Rhein-Zeitung.












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